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gen werden die Pflanzen eingctheilt in Baume, Sträuche,Stauden, Schilfe, Gräser und Pilze. Hierauf kann man — >und zwar wieder nach ihrer äußern Bildung, ihrem Habitus,die Bäume rintheilen in Blätterbäume, Nadelbäume und ast-lose Bäume oder Palmen; die Blätterbäume hierauf wiederin unfruchtbare und Obstbäume, ebenso die Gräser in un-fruchtbare und in die Getreidearten, u. s. w.
Aber meine Theuren! es ist eine der schwierigsten Auf-gaben der Wissenschaft, von den Dingen in der Natur undam Menschen richtige Erklärungen zu geben; ebenso schwierigist es, die verschiedenen Inbegriffe der Dinge ihrem wahrenVerhältnis nach einzutheilen. Ich muß euch daher auf Fol-gendes aufmerksam machen. Ein jedes Ding in der Welt, so-mit auch jeder Gegenstand unsers Denkens, hat zweierleiMerkmale, Charaktere, Kennzeichen, oder wie man auchbisweilen sagt, Bestimmungen. Die einen kommen jedemDinge irgend eines Inbegriffes, einer Reihe oder Gattungohne Ausnahme zu und können an keinem fehlen, so lange esdasjenige bleiben soll, was es ist, z. B. an der Pflanze dieOrganisation und das Leben ohne Empfindung und Selbstbe-wegung; an der Sonne die Weltkörperschaft und das eigeneLicht; am guten Bürger die Thätigkeit fürs Gemeinwol undder Gehorsam dem Geseze. Diese allgemeinen und notwendi-gen Charaktere eines Dinges oder Wesens nennt man seinewesentlichen Merkmale, und von diesen find verschiedenseine unwesentlichen oder ausserwesentlichen, d. i. die-jenigen, die nur einigen Dingen seiner Reihe oder Gattungzukommen und die auch fehlen können, ohne daß daS Dingaufhöre, das zu sein, was es wirklich ist; z. B. die Erzeu-gung genießbarer Früchte und eine lange Lebensdauer bei derPflanze, die Achsendrehung und das geflekte Angesicht derSonne, der Trieb dem Staate in einer Ehrenstelle zu nüzenan dem guten Bürger. Eine jede gute Definition nun mußimmer die wesentlichen, d. i. wie ich euch sagte, die allgemei-nen und notwendigen Charaktere des zu erklärenden Gegen-