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Eine Logik für Schule, Haus und Leben : die in leicht verständlicher Sprache in das Reich des Wissens und Denkens führt, die Gymnasiasten für die höheren Studien vorbereitet, die Akademiker in den ihrigen unterstützt, und jedem, der sich über das Gemeine erheben will, Aufklärung und Bildung reicht
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verehrungswertheste der Frauen!« so sprach erkönntehier nicht Einer fragen: Wozu brauchen wir also die Denk-lehre oder Logik? Sie ist wol auch eine der müßigen, filoso-fischen Disciplinen, die sich die Gelehrten zum Zeitvertreiboder aus Prahlsucht zusammengesezr, und die daher durchauskeines Blikes des natürlich gesunden Menschenverstandeswürdig ist?«

Doch, doch, meine theuren Freunde! erwiderte ihmNoema in sanftem Ton,viele unter den Menschen habendennoch etwas Logik nöthig. Denn nicht Alle sind so glüklichein wolbestelltes Organ des Verstandes zu bestzen, nicht injedem Menschen entwikelt sich diese herrliche Gabe obwolder unbestreitbare Antheil eines Jeden auf eine gleich gün-stige Weise zu solch einer Klarheit und Richtigkeit, daß erhierin keiner Nachhilfe bedürfte. Da nun müssen die schwa-chen, schwer und langsam sich entfaltenden Naturen an denstärkeren sich kräftigen, denen eine sonnenhelle Entwiklungihrer Denknormen zu theil ward; da müßen die weniger reg-samen, die unbeholfenen Geister die Bahn zur Einsicht, Wahr-heit und richtigen Erkenntnis der Dinge von diesen schnellerzum Licht aufsproßenden sich zeigen, auf derselben von diesensich leiten lassen, weil ihnen selbst der Weg dahin noch dunkelvordem inneren Auge liegt; sodaß sie in ihrem geistiger Lebennoch mit unsicherem Schritte vorwärts gehen. MillionenMenschenkinder werden geboren, ohne daß die Kunst derWehmulter sie ans Licht zu ziehen braucht; aber dies geschiehtnur bei einem Geschlechts, das sich in seiner vollen Kraftund Gesundheit, in seiner ungeschwächten und unverkümmer-ten natürlichen Integrität erhalten hat; und so können auchnur die>enigen unter den Menschen ohne Zuflucht zur geisti-gen Geburtshilfe, wie Sokrates seine Kunst deS Unterwei-sens genannt, richtige Gedanken sich bilden und ihren Ver-stand zum Lichte entfalten, die da von der Natur vor vielenAndern begünstigt, ihre noch von keinem Unfall, von keinemverderblichen Einfluß getrübte Fähigkeit auch durch keinerlei