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Eine Logik für Schule, Haus und Leben : die in leicht verständlicher Sprache in das Reich des Wissens und Denkens führt, die Gymnasiasten für die höheren Studien vorbereitet, die Akademiker in den ihrigen unterstützt, und jedem, der sich über das Gemeine erheben will, Aufklärung und Bildung reicht
Entstehung
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ähnlichen Wesen, ist der freie Wille; aber diesem zunächstim Range kommt der Verstand, das erstaunenswerthe,vom Ewigen selber uns ectheilte Vermögen zu denken, wo-durch wir uns von allen andern empfindenden Geschöpfen dieserErde unterscheiden. — Dem Denken aber geht in unseremgeistigen Leben voran das Wahrnehmcn, d. i. das Erkennendurch den Sinn, welche Fähigkeit wir mit den Thierengemein haben. Von diesem nieder» Erfassen der Dinge han-delt im großen Kreise der Wissenschaften, die sich der Triebnach Einsicht und Aufklärung in den langen Jahrhundertender Geschichte nach und nach gebildet, die Wahrnehmungs-lehre oder Ennoetik; von jener wunderbaren, höherenFunktion aber des Noos, d. i. des Geistes, vom Erkennender Dinge durch den Verstand, spricht die Dcnklehre oderLogik, eine Disciplin, die sich bemüht, über das Denkenselbst nachzusinnen und da begierig zu forschen, worin esbestehe, wie es von uns vorgenommen werde und wie wir unsdabei zu benehmen haben, wenn es unserer noischen Naturgemäß, d. i. richtig vollzogen werden soll.

Noema hielt einen Augenblik inne, als sie diese ein-leitenden Worte gesprochen, und es war alles stille umherin dem aufmerksamen Kreise ihrer Schüler. Da konnte sichder eine unter ihnen, Theodor, der nicht leicht zu befriedi-den war und schon einen Anflug geistiger Selbständigkeit er-rungen hatte, nicht entbrechen, die Meisterin um Aufhellungzu bitten. — »So muß also jeder Mensch- so klang seinZweifel — «der nicht das Glük hat, dich Verehrungswerthe!zu hören, in der Schule oder aus einem dikleibigen Bucheerst Logik studircn, wenn er im Leben richtig denken undhandeln soll?-

»Das wäre wsl die größte Calamität auf dieser Erde,-entgegnete ihm Noema lächelnd — «und jenes unschäzbareGeschenk des Himmels, der Verstand oder die Vernunft,die herrliche Prärogative des Menschen, wäre ihm unnüzoder wol gar verderblich, wenn er deren Gebrauch erst an