XII.
Schon gesartelt stehn die RosseAuf der Oberburg, weil WaltherHeute will gen Trier ziehen,
Um den Lehnseid in dem DomeHillin in die Hand zu leisten.
„Diedrich", sagt er zu dem Sohne,
„S'ist mein Wunsch und Wille, daß DuLuitgarde, Deine Base,
.Dir zur Frau nimmst, denn ich glaube,Daß Ihr Beide wie geschaffenFür einander seid und daß DuDeinem Büschen auch wohl gut bist,'Drum, wenn Ihr Euch liebt, so sei alsTochter Luitgard' mir willkommen,
Lebe wohl, auf Wiedersehen!"
Eh' noch Diedrich, der vor lauterUeberraschung stumm geworden,
Sich gefaßt, war Walther schon mitSeinem Troß durch's Thox geritten.