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— ausserdem Pasteten, Schinken in grosser Zahl und vieleFlaschen Wein. „So fasten die Herren Mönche, während dieanständigen Leute Reis mit Pflaumen essen“, sagt er (9. April1658),. und diese leichte Nahrung scheint ihn noch nachträglichim Magen zu drücken, wenn er an die Heuchler in der Kuttedenkt.
Ein anderes Mal macht er die Freunde in der Provinzgruseln, wenn er ihnen von all den Mordthaten, Ueberfällen undStrassengefechten erzählt, die in Paris Vorkommen. War mandenn seines Lebens so wenig sicher in Paris? Die Gerichtethaten ihre Möglichkeit, die Bösewichter abzuschrecken, und esfehlte Patin nie an Stoff für seine Briefe, wenn er alle Hinrich-tungen erwähnen wollte. Kaum einen Brief konnte er schreiben,ohne von mehreren Geräderten, Gehenkten oder Gestäupten zuberichten. Selbst zum Feuertod wurden noch manchmal Unglück-liche verdammt. (Brief an Falconet, 6. December 1661.) Abersolche Vorgänge gehörten nun einmal zum Laufe der Welt, undda sie so alltäglich waren, regten sie die Menschen auch nichtbesonders auf. Humanität war ein Begriff, der sich erst späterin’s Strafrecht einschleichen sollte.
Dafür hatte man allerlei andere aufregende Unterhaltungen.Wenn man ruhig seiner Strasse ging, konnte man plötzlich inein Scharmützel verwickelt werden oder Zeuge eines ernstlichenStrassenkampfes sein. Freilich musste man sich hüten, nichtselbst einen Stich oder einen Schuss davon zu tragen. Es gingdamals, besonders in den Zeiten der Regentschaft der KöniginAnna, in Paris ungefähr so zu, wie zu Verona zur Zeit der Capu-lets. Die vornehmen Familien rivalisirten mit einander und liessenihre Fehden durch das dumme Bedientenvolk ausfechten. „Gesterngab es ein grosses Gemetzel unter Lakaien. Mehrere wurdenverwundet, sieben getödtet.“ So meldet Patin in einem Brief vom8. Juni 1660, also zu einer Zeit, da die königliche Gewalt keinenWiderstand mehr zu fürchten hatte. Aber die Polizei liess trotz-dem noch viel zu wünschen übrig.
Das friedliche Glück eines in gesicherten, aber bescheidenenVerhältnissen lebenden Menschen ist schon von vielen Philo-sophen und Dichtern gepriesen worden. „Certumvoto petefinem“,
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