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2 (1846) [Aus - Cal]
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Burke.

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Gundeuch) und Hilperich. Die Freundschaft der Westgothen und die Zerrüttung des rö-mischen Reichs machte es Gundioch möglich, zwischen Rhone und Saone ein neues bur-gundisches zu stiften, welches das lugdunensische Germanien genannt wurde und sich öst-lich über Savoyen und Piemont, die südliche Schweiz und Wallis ausbreitete. Nach sei-nem Tode theilten sich vier Söhne in sein Reich, zwei starben frühe, ein dritter, Ehil-perich, wohnte zu Genf, der vierte, Gundobald, zu Lyon. Friede und Bündnißmit allen Nachbarn, Duldung in kirchlichen Angelegenheiten versprach dem Reiche eineglückliche Dauer; häuslicher Zwist der Fürsten stürzte es nach 44 Jahren in unermeßlichesUnglück. Denn Chilperich, im Bunde mit Ehlodowig dem Franken, welcher seines ver-storbenen Bruders Tochter, Clotildis, zur Gemahlin hatte, verabredeten Gundobald'sUntergang, dieser erlag Chlodowig's Glück, aber im Falle noch gewaltig entriß er demtreulosen Bruder Sieg und Leben, blieb so, obgleich den Franken zinsbar, doch Herr vonganz Burgundien und behauptete, obschon von fränkischen Schriftstellern verleumdet, denRuhm eines weisen und in kirchlichen Dingen duldsamen Fürsten. Die älteste Samm-lung burgundischec Gesetze rührt von ihm her und wird nach ihm 1>oi Vn,»bette genannt.Sie stimmt fast in allen Beziehungen mit demjenigen überein, was damals bei allenDeutschen Recht und Sitte war, mit der Ausnahme, daß die Ermordung eines freienMannes nicht mit Geld gesühnt, sondern mit dem Tode bestraft wurde; ebenso ersehen wirdaraus, daß die Burgunder keinen Adel hatten und daß das von ihnen in Besitz genommeneLand und besten unfreie Bevölkerung mit den freien Urbewohnern getheilt wurde; auchscheint sich der burgundische Ankömmling bei diesen einquartiert zu haben.

Nach Gundobalv's Tode 516 folgte ihm sein Sohn Sigismund, der jenes Gesetz-buch auf einer Volksversammlung bestätigen und verkündigen ließ. Durch Verleumdunggetäuscht, ließ er seinen eigenen Sohn hinrichten; als bald nachher dessen Unschuld ent-deckt wurde, flüchtete er vor seinem Gewissen und dem Haß seines Volkes in das vonihm gestiftete Kloster St. Mauritius in Wallis; sein Land wurde von Franken und Go-then angefallen, jene zogen ihn aus seinem Asyl und schleppten ihn gefangen nach Orleans.Nun ergriff sein Bruder Godo mar die Zügel der Regierung und trieb die Franken ausdem Lande, dafür büßte der gefangene Sigismund mit dem Leben, mit ihm starb seineGemahlin und zwei Söhne. Sein Tod versöhnte sein Volk mehr als seine Kasteiungen,ein neuer Angriff der Franken wurde abgewehrt, ihr König erschlagen, Sigismund unterdie Heiligen versetzt. Aber schon zehn Jahre nachher (534) brach neuer Krieg gegen dieFrankenaus, Godomar unterlag und starb in Gefangenschaft; sein Land wurde unter diedrei Frankenkönige getheilt und zinsbar, doch behielt es seinen Namen und seine Verfas-sung bei. H. K. Hofmann.

Burke (Edmund), geboren zu Dublin den 1. Januar 1730, Sohn eines berühm-ten Sachwalters, kam 1753 nach London, studirte daselbst die Rechte und folgte demStande seines Vaters. Als Redner im Parlamente und als Schriftsteller erwarb er sicheinen großen Namen, den er mehr seinem ausgezeichneten Talente als dem Gebrauche,den er davon gemacht, verdankte. Ungleich in seinem Benehmen wie in seinen Grund-sätzen, diente er den entgegengesetzten Parteien. In seinem ersten Werke: Reklama-tion zu Gunsten der natürlichen Gesellschaft oder Blick auf die Uebel,welche dieCivilisation hervorgebracht, sprach er Gesinnungen und Ansichten aus,die einen vollkommnen Radikalen bezeichnen. Sein zweites Werk: Versuch über dasErhabene und Schöne, welches 1757 erschienen ist, gilt in seinem Fache für klas-sisch und hat in dem ganzen gebildeten Europa eine günstige Aufnahme gefunden. Dasfolgende Jahr gründete er eine Zeitschrift, e4nnnal i-egistsi-, die er mehrere Jahremit einem glänzenden Erfolge fortsetzte. Seine politische Laufbahn begann er als Pcivat-secretär des ersten Lords der Schatzkammer, Marquis von Ro ckingh am. Bald nach-her trat er als Abgeordneter des Fleckens Wendowe in das Parlament und erregte durchseinen Antrag gegen die Stempelabgabe, die den amerikanischen Eolonieen auferlegt wor-den, allgemeine Aufmerksamkeit. Die Rede, welche er bei dieser Gelegenheit im Unter-hause hielt, gehört zu den ausgezeichnetsten und gewann ihm die Liebe und Achtung allerFreunde freisinniger Grundsätze. Als das Ministerium RockingHam durch das des

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