Vorwort zum zweite» Bande
der neuen Auflage.
VAin trauriges Verhängniß hat nach dem früheren Hinscheiden unseres umdas Vaterland unsterblich verdienten Carl von Rotteck auch dessen trefflichen,gleich dem Vater von den edelsten Gefühlen für Freiheit und Vaterland begeister-ten Sohn Hermann, den neuen Mitherausgeber des Staatslexikons, inder Blüthe der Jahre dahingerafft.
Die angelegentliche Bemühung des Unterzeichneten mußte es sein, durch diebestmöglichste Vorsorge für die Redaction der neuen Auflage des Staatslexi-kons den früheren wie den späteren Verlust nach Kräften zu ersehen und so demVaterlande für das Wohlwollen, welches es fortwährend diesem Werke zuwendet,auf die würdigste Art zu danken. Er glaubt dieses Bemühen in dem erstenBand durch die bereits öffentlich anerkannten zahlreichen neuen Artikel und Ver-besserungen dargethan zu haben. Und er hofft, sein Bemühen wird ihm für dieZukunft noch besser gelingen, da er für die Unterstützung in der Redaction tüchtigeMithilfe gewann, zunächst für die historischen und die statistischen Artikel die Mit-hilfe von zwei in diesen Fächern hochgeachteten Gelehrten, für die nationalökono-mischen und finanziellen den in diesen Fächern praktisch und theoretisch bewähr-ten Abgeordneten KarlMathy.
Noch vollständiger als bisher wird übrigens die Redaction auch das ur-sprüngliche Princip durchführen, in diesem Werke, dessen Grundlage gründlicheWahrheit bleiben soll, über die einzelnen Länder wie über die einzelnen Kirchen,so viel möglich, allgemein geachtete Schriftsteller aus diesen Ländern und aus die-