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„Sieh hinauf!" sagte der Wächter. Denn es war Heller ge-worden im Brunnenhaus, und die Barke des Mondes, dessensinstere Hälfte sich unsichtbar-sichtbar im Grunde des Him-mels abzeichncte, verborgen und doch offenbar, war geradedarüber heraufgeschwommen. „Sieh ihn an, wie erschimmernddahinzieht und den Weg seiner Brüder bahnt! Anspielungengeschehen im Himmel und auf Erden unausgesetzt. Wer nichtbegriffsstutzig ist, sondern sie zu lesen weiß, der bleibt in derErwartung. Aber auch die Nacht schreitet fort, und wer nichtsitzen muß und den Wächter spielen, der tut gut, sich aufsOhr zu legen, gehüllt in seinen Leibrock, mit behaglich hoch-gezogenen Knien, daß er am Morgen wieder erstehe. Geh,mein Freund! Hier hast du im mindesten nichts zu suchen,und ich verschwinde nun einmal nicht auf dein Geheiß."
Da wandte sich Rüben denn kopfschüttelnd und stieg mitschwerem Zögern die Stufen und das Gefälle hinauf zu seinemTier. Fast auf dem ganzen Wege von dort zu den Hüttenseiner Brüder schüttelte er den benommenen Kopf, in Ver-zweiflung halb und halb in verblüffter Nachdenklichkeit, undunterschied das eine vom anderen kaum, aber er schüttelte.
Der Eidschwur
So kam er zu den Hütten und jagte die Neune auf, rißihnen den Dorschlaf von den Augen und sprach zu ihnenbebenden Mundes:
„Der Knabe ist fort. Wo soll ich hin?"
„Du?" fragten sie. „Du sprichst, als sei er nur dein Brudergewesen, und war doch unser aller. Wo sollen wir alle hin?Das ist die Frage. Was heißt übrigens Fort'?"
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