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senke in deinen Verstand und er still bewahre den Keim. DerKnabe ist nicht mehr da, das siehst du. Sein Haus steht offen,es hak ihn nicht gehalten, ihr seht ihn nicht mehr. Aber Einersoll sein, der soll den Keim der Erwartung hegen, und da dukamst, den Bruder zu retten, so sollst du dieser Eine sein."
„Was soll ich erwarten, wenn Joseph fort ist, gestohlenund tot!"
„Ich weiß nicht, was du unter ,tot' verstehst und unter.leben'. Du willst zwar nichts hören von kindischen Anfangs-gründen, aber gestatte mir doch, dich an das Weizenkorn zuerinnern, wenn es im Schoße liegt, und dich zu fragen, wiedu in seinem Betreff denkst über ,kot' und .leben'. Das sinddoch schließlich nur Worte. Es sei denn nämlich, daß dasKorn in die Erde fällt und erstirbt, so bringt es viele Frucht."
„Nur Worte, nur Worte", rief Rüben und rang dieHände. „Es sind nur Worte, die du mir machst! Ist Josephtot, oder lebt er? Das ist's, was ich wissen muß!"
„Tot, offenbar", versetzte der Wächter. „Ihr habt ihn jaeingebettet, wie ich höre, und dann ist er wohl gar noch ge-stohlen worden, beziehungsweise von wilden Tieren zerrissen, —ihr könnt überhaupt nichts anderes tun, als es dem Vatermelden und es ihm handgreiflich klarzumachen, daß er sichdran gewöhne. Es bleibt aber immer ein zweideutig Dingund ist nicht zum Gewöhnen gemacht, sondern birgt den Keimder Erwartung. Die Menschen tun vieles, sich dem Geheim-nis zu nähern, und mühen sich festlich. Ich sah einen Jünglingins Grab -feigen in Kranz und Feierkleid, und über ihmschlachteten sie ein Tier der Herde, dessen Blut lleßen siehinabrieseln auf ihn. Laß es ihn ganz überrieselte und er esauffing mit allen Gliedern und Sinnen. Danach, wie er