als Käufer zu dienen? Anderthalb Schekel Silber wog derMinäer den Hirten in Stücken auf feiner zierlichen Gürtel-waage dar; für alles übrige mußten die Warenbestände auf-kommen, die seine Kamele trugen. Und so ward abgepacktund ausgebreitet im Grafe, was sie führten: die Weihraucheund schönbrüchigen Harze von jenseits des Stromes und aller-lei lachende Gegenstände sonst, die man gebrauchen kann:Rasiermesser und Messer aus Kupfer und Flint, Lampen,Salbenlöfsel, Spazierstöcke in eingelegter Arbeit, blaue Glas-perlen, Rizinusöl und Sandalen, — ein ganzer Bazar undKramladen war es, den die Händler auftaten vor den lüsternenAugen der Käufer, und bis zum Preise von achtzehneinhalbSilberlingen durften sie sich davon aneignen für ihre Ware,wobei um jedes Ding ein Gefeilsch ging, als drehe sich'seinzig um dieses, so daß in Wahrheit der Abend einfiel, eheman zu Rande gekommen und Joseph verkauft war für wenigSilber und viele Messer, Balsambrocken, Lampen und Stöcke.
Danach räumten die Jsmaeliter wieder auf und empfahlensich. Sie hatten sich Muße gelassen für diesen Zwischenfallund nicht der Stunden geschont; nun aber galt es, die Zeitwieder räumlich fruchtbar zu machen, und sie gedachten, nocheine Strecke in den Abend zu reisen, bevor sie ihr Nachtlageraufschlügen. Die Brüder hielten sie keineswegs. Nur Rat-schläge gaben sie ihnen betreffend der Weiterreise und wegender einzuschlagenden Straßen.
„Zieht ja nicht im Innern", sagten sie, „und auf dem Kamm,der die Wasser scheidet, daß ihr nach Hebron kommt und sofort, — wir empfehlen's nicht, wir warnen die Freunde. DieWege sind rauh, es stolpern die Tiere, und überall lauertGesindel. Zieht weiter hier in die Ebene und lenkt in die