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2 (1934) Der junge Joseph
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Nein", antworteten die Brüder. Nicht daß sie wüßten.

Und wer ist das?" sprach der Alte, griff rückwärts undzog dem Joseph den Mantel vom Haupt... Da saß er,hinten zwischen den Männern, in der Hülle gefallenen Falten,die Augen sittsam niedergeschlagen. Ein wenig erinnerte seinAusdruck an damals, als er im Schuhe des Vaters seinenschamlosen Sternentraum erzählt hatte auf dem Felde. DieBrüder wenigstens erinnerte er daran.

Mehrere von ihnen waren aufgesprungen, da sie dieFigur erkannten; doch nahmen sie gleich achselzuckendwieder Platz.

Den meintet ihr", sagte Dan, da er sah, daß es Zeit fürihn war, sich als Schlange und Otter zu bewähren,alsihr vom Brunnen spracht und von abgängigen Leuten?Sonst meintet ihr niemanden? Nun, da meintet ihr wahrlichwas Rechtes. Das ist ein Sklave und Niemandssohn und istein Kleinknecht unterster Sorte, ein Hundejunge, den wirstrafen mußten wegen Diebstahls im Rückfall, Lüge, Läste-rung, Raufsucht, Halsstarrigkeit, Hurerei und gehäufterSittenverletzung. Denn so jung er ist, ist er eine Sammelstätteder Laster. Ihr habt ihn gefunden und aus der Grube ge-zogen, darin wir ihn zu seiner Besserung verwahrt hatten,den Galgenstrick? Siehe, ihr seid uns zuoorgekommen, dennseine Strafzeit war abgelaufen zu dieser Stunde, und wirschickten uns an, ihm das Leben zu schenken, um zu sehen,ob ihm angeschlagen die Züchtigung."

So Bilha's Sohn in seiner Spitzfindigkeit. Es war ver-zweifelt keck, was er vorbrachte, denn dort saß Joseph undkonnte den Mund auftun, wenn er wollte. Aber es schien,daß das Vertrauen, welches die Brüder hatten fassen dürfen