die andern, die Gelegenheit nicht vorüberziehen zu lassen,sondern sie am Schopfe zu ergreifen und diesen Jsinaeliternden Knaben anzuhängen, daß sie ihn aus allem Gesichtskreisführten und die Brüder erlösten, denn so, wie es war, hieltensie's einfach nicht länger aus. Der Fahrenden Ahnherr —war er nicht von Abraham in die Wüste geschickt wordenmit Hagar, weil er unterweltlicherweise gescherzt hatte mitIsaak, dem Sohne der Rechten? Mit Jsmaels Söhnensollte Joseph abgeschoben sein in die Wüste — nicht wurzelloswar der Vorgang, es gab ihn, er kehrte wieder. Neu, wennman will, und eigenursprüngliche Zutat war der Verkaufs-gedanke. Doch haben ihn die Jahrtausende mit allzu hohemPosten aufs Schuldkonto der Brüder verbucht. Menschen-verkauf! Bruderverkauf! Man übernehme sich doch nichtim empfindsamen Abscheu, sondern werde dem Leben gerechtund dem starken Einschläge nüchterner Gebräuchlichkeit,welcher dem Einfall fast alle schlimme Ursprünglichkeit nahm.Der Mann, der in Not war, verkaufte seine Söhne, — undden Namen der Not wird man der Zwicklage, in der dieBrüder staken, ja allenfalls zugestehen. Der Vater verkaufteseine Töchter zur Ehe — und die Achte hier hätten überhauptkeinen Atem gehabt und wären nicht dagesessen, wennnicht Jaakob ihre Mutter gekauft hätte von Laban um vier-zehnjährige Fron.
Ein bißchen ungeschickt war es ja, daß das Verkäuflichenicht zur Stelle war, sondern sozusagen in einer Grube desFeldes verwahrt. Aber im rechten Augenblick würde esimmer noch boizustellen sein, und vor allem galt es einmalmit den Fremden Bekanntschaft zu machen und sie auf ihreKauflust zu prüfen.