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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
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und verschnürt dort unten im Moder und Staube, bei denRasseln und Würmern des Brunnengrundes, ohne Labe nochLetzung, ohne Trost und jedwede vernünftige Hoffnung, jewieder ans Licht zu gelangen. Wer es erzählt, dem muß daranliegen, daß man sich's recht vorstelle und mit Schaudern sichausmale, was es bedeutete, für ein Vatersöhnchen zumal,das sich so äußerst Hartes nie hatte träumen lassen: wie elends-voll ihm die Stunden schwanden, bis sein kümmerlicherTagesanteil im Spalt des Steines erstarb und statt dessenein mitleidiger Stern seinen demantenen Strahl zu ihmhinabsandte ins Grab; wie neues Oberlicht dort zweimalerwachte, ärmlich verharrte und wieder verging; wie er inder Dämmerung inständig hinaufspähte an den gerundetenWänden des Hauses, ob denn nicht an ein Aufwärtsentkommenmit Hilfe schadhafter Mauerstellen und in den Fugen wur-zelnden Buschwerks allenfalls hossnungsweise zu denken sei,da doch der deckende Stein und die Fessel, schon einzeln undnun gar im Verein, jede Hoffnung im Keim erstickten; wieer sich in dem Stricke wand, um eine minder peinvolle Lageund Sitzart ausfindig zu machen, die, wenn auch zur Notgefunden, binnen kurzem unerträglicher war als die vorige;wie Durst und Hunger ihn quälten und seines Magens Leereihn im Rücken schmerzte und brannte; wie er sich gleich demSchafe mit seinem eigenen Unrat besudelte und darin niesteund fröstelte, daß ihm die Zähne schnatterten. Höchlich ist esuns darum zu tun, jedermann zur lebendig-wirklichen Ein-bildung so umfassender Unannehmlichkeiten anzuhalten. Unddoch ist es auch wieder unsere Sache, abzuwiegeln und, ebenum des Lebens und der Wirklichkeit willen, dafür zu sorgen,daß sich die Einbildungskraft nicht übernehme und nicht ins