— 228 —
Sie taten es auch. Zusammen gingen sie weg von da, dieSchleierfetzen aufzulesen am Ort der Verprügelung, sie zuden Zelten zu bringen und dort zu beratschlagen über dieEingebung Dans. So blieb Joseph allein.
In der Höhle
Es war ihm in der Seele schrecklich, in seinem Loche alleinzu bleiben, und des längeren noch jammerte er hinter denBrüdern drein und sichte sie an, ihn nicht zu verlassen. Erwußte aber kaum, was er rief und weinte, und zwar, weil seineeigentlichen Gedanken nicht bei diesen mechanischen und ober-flächlichen Bitten und Klagen waren, sondern unterhalbihrer; und unter den eigentlichen gingen wieder noch eigent-lichere dahin als ihre Schatten und Bässe im Tiefenstrom,so daß das Ganze einer bewegten Musik glich, senkrecht zu-sammengesetzt, von deren Führungen oben, mitten und untensein Geist gleichzeitig in Anspruch genommen war. Dies botauch die Erklärung dafür, daß er sich beim Flehen einensolchen Fehler hatte entschlüpfen lassen wie den: er habeden Brüdern nur sehr bescheidene Träume erzählt, verglichenmit anderen, die er auch noch geträumt. Dies auch nur einenAugenblick für einen mildernden Umstand zu halten, konntenur jemandem unterlaufen, dessen Gedanken nicht voll beidem waren, was er sagte, sondern in dem Mehreres vorging,und so war es mit Joseph.
Vieles ging in ihm vor schon seit dem ungeahnten und ent-setzlichen Augenblick, da die Brüder auf ihn gefallen warenwie Wölfe und er mit dem Auge, das sie ihm nicht sogleichmit den Fäusten verschlossen, in ihre wut- und gramverzerrten