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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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durch die Rubens angstvoller Wunsch, das Äußerste abzu-wenden, etwas Zeit gewinnen würde. In der Tat, solangeman beschäftigt war, Joseph zu binden, würde man ihn nichtschlagen; und wenn er gebunden lag, würde etwas vorderhandBefriedigendes getan und ein Abschnitt der Handlung er-reicht sein, bei dem man zurücktreten und Weiteres zu über-legen haben würde. Dies Rubens eilige Berechnung. Und sopropagierte er seine Losung mit einem verzweifelten Eifer,als bezeichne sie das einzig Zweckmäßige und Vernünftige,was jetzt zu geschehen habe, und als sei jeder ein Narr, dernicht darauf höre.Da deine Träume!" schrie er.Bin-den ihn binden!"Dummköpfe ihr!"Rächt euch wieTröpfe!"Statt mich zu stoßen, bindet ihn lieber!"Ist denn kein Strick da?!" rief er noch einmal aus vollerKraft.

Doch. Gaddiel zum Beispiel trug einen Strick um denLeib, und er nahm ihn ab. Da ihre Köpfe leer waren, mochteRubens Parole darin Platz nehmen. Sie fesselten den Nack-ten, banden ihn mit ein und demselben langen Strick an Armenund Beinen, verschnürten ihn gehörig, so daß er stöhnte,und Rüben beteiligte sich emsig an dem Werk. Als es ge-schehen war, trat er zurück und wischte sich aufatmend denSchweiß, als habe er's die ganze Zeit allen zuvorgetan.

Die anderen standen mit ihm, vorläufig außer Gefechtgesetzt, keuchend, in verwilderter Muße. Vor ihnen lagRahels Sohn, kläglich zugerichtet. Er lag aus seinen ge-fesselten Armen, den Hinterkopf steil im Kraute, die Kniehochgezogen, mit fliegenden Rippen, zerbeult, verbleut, undüber seinen von brüderlicher Wut begeiferten Körper, andem Moos und Staub klebten, lief in schlängelnden Rinnsalen