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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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entlaubter Stamm. Das war erstens der Stattlichkeit abträg-lich, außerdem aber schuf ihm die Darstellung eine sorgenvolleGottesverlegenheit; denn er fragte sich, wie groß die Ver-antwortung sein werde, die er damit vor dem planenden Herrnder Verheißung auf sich lud. Hatte der Zukunftsvolle es nichtklüglich verhindert, daß alles nur eben nach Jaakobs Herzenging und er fruchtbar wurde allein in Rahel? Hatte Er ihnnicht zahlreich gemacht auch gegen sein Herz durch LabansList, und waren sie nicht alle, auch die von den Ungeliebten,Früchte des Segens und Träger des Unabsehbaren? Jaakobsah sehr wohl ein, daß seine Auserwählung Josephs eineüppig-eigensinnige Privat- und Herzensangelegenheit war,die, durch ihre Folgen, nur in schädigenden Widerstreit mitGottes unbestimmt weitläufigen Anschlägen zu geratenbrauchte, um sich als sträflicher Übermut zu erweisen. Diesaber schien sie im Begriffe zu tun: Denn mochte auch JosephsTorheit der unmittelbare Anlaß des Zerwürfnisses gewesensein und Jaakob ihm schmerzlich zürnen deswegen, so täuschteer sich doch nicht darüber, daß er und sonst niemand für dieseTorheit vor Gott und Menschen aufzukommen hatte. Erhaderte mit sich selbst, indem er mit Joseph haderte. Hatte esUnheil gegeben, so war der Knabe nur dessen Mittler gewesen,und haftbar dafür war Jaakobs liebendes Herz. Was hättees geholfen, sich das zu verbergen? Gott wußte es, und vorGott verbarg man sich nicht. Der Wahrheit die Ehre geben,das war Abrams Erbschaft, und es hieß weiter nichts, als sichkein A für ein U machen über das, was Gott wußte, sDies waren die Gewissenserwägungen, die Jaakob an-stellte in der Zeit nach der Weizenernte und die seine Ent-schlüsse bestimmten. Sein Herz hatte Schlimmes gestiftet; es