schamloser Duckmäuser, und zwingst uns ehrliche Männer esanzuhören?! Alle wedeln sie schloss im Kreise dahin, unsereGarben, deine aber steht! Ist etwas so Grundwiderliches je imWeltall erhört worden? Pfui Scheol, Dreck und Spucke!Vater- und Königsmacht möchtest du ausüben, was, dahierüber uns, weil du dir, Gleisner und Erbschleicher, die Ketönettückisch gestohlen hinter dem Rücken der oberen Brüder! Aberwir werden dich lehren, wie es mit Stehen und Neigen bestelltist, und werden dir noch die Herren zeigen, daß du uns deinenNamen nennst und es merkst, wie unverschämt du gelogen!"
So die Dioskuren in wüstem Gebrüll. Danach gingen alleZehn unter dem Tuch hervor und aufs Feld hinweg, nochimmer bleich und rot und lippennagend. Rüben aber sagte imWeggehen: „Du hörst es, Knabe." Joseph saß noch eineWeile nachdenklich dort, verwirrt und betrübt, weil die Brüderihm seinen Traum nicht hatten glauben wollen. Denn dieshatte er namentlich herausgehört, daß sie ihm nicht glaubten,da die Zwillinge mehreres von Flunkerei und Lüge geschrienhatten. Das betrübte ihn, und er fragte sich, wie er es ihnenbeweisen könne, daß er kein Wort zuviel gesagt und ihnen nurredlich erzählt hatte, was er wirklich in ihrer Mitte geträumt.Wenn sie ihm nur glaubten, dachte er, würde auch die Ver-stimmung, die sie gezeigt hatten, von ihnen weichen; denn hatteer ihnen nicht aufrichtig brüderliches Vertrauen erwiesen, in-dem er ihnen zu wissen gab, was Gott ihm im Traum gezeigt,damit sie Wunder und Freude wie er empfänden und mit ihmüber den Sinn berieten? Es war unmöglich, daß sie ihm denGlauben an die Unerschütterlichkeit ihrer Gemeinschaft ver-argten, der ihn bestimmt hatte, ihnen Gottes Gedanken anzu-zeigen. Er wurde darin freilich erhoben über sie; jedoch daß sie