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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
149
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Nicht doch, Gaddiel, anders vielmehr! Denn ihr bildetetden Kreis, ihr elfe, und bandet, ich aber stand und band meineGarbe in euerer Mitte."

Er schwieg und sah in ihre Gesichter. Sie hatten sämtlichdie Brauen emporgezogen und mit leisem Schütteln die Köpfein den Nacken gelegt, daß ihnen die Adamsäpfel hervortraten.In diesem Kopfschütteln und diesem Emporziehen der Brauenlag spöttisches Erstaunen, Warnung und Besorgnis. Siewarteten.

Hört nun, wie es kam und wie mir's wunderbar träumte!"sagte Joseph wieder.Da wir unsere Garben gebunden hatten,ein jeder die seine, ließen wir sie und gingen von ihnen hinweg,als hätten wir da nichts weiter zu tun, und sprachen nichts.Wir waren aber zwanzig Schritt miteinander gegangen, odervierzig, siehe, da blickte Rüben sich um und wies schweigend zu-rück mit der Hand auf die Stätte, da wir gebunden. Rüben,du warst es. Alle standen wir und schauten, die Hände über denAugen. Und sehen: Meine Garbe inmitten steht da, ganz auf-recht, und eure aber, die sie umringen, neigen sich vor ihr imKreise, neigen sich, neigen sich, und meine steht."

Längeres Stillschweigen.

Ist das alles?" fragte Gad sehr kurz und leise in die Stillehinein.

Ja, danach erwachte ich", erwiderte Joseph kleinlaut. Erwar ziemlich enttäuscht von seinem Traum, der als solcher,namentlich durch Rubens stilles Zurückdeuten auf das selb-ständige Gebaren der Garben, ein höchst eigentümliches,drückend-beglückendes Gepräge getragen hatte, aber, inWorte gefaßt, sich vergleichsweise dürftig, ja albern ausnahmund nach Josephs Meinung keinerlei Wirkung auf die Hörer