wunderbar, daß ich ihn nicht für mich behalten mag, sondernvon Herzen wünschte, er stünde euch vor Augen wie mir, daßihr vor Ergötzen lachtet und euch die Schenkel schlüget."
„Nun höre einmal!" sagte Juda wieder und schüttelte denKopf. „Was sicht dich an, daß du uns mit deinen Sachenbehelligst, die uns nicht scheren? Denn es schiert uns dochdein Inwendiges nicht und das Gebräu Deines Schlafes,und was dir aufsteigt aus dem Bauche zum Kopf nach demEssen. Das ist unanständig und geht uns nichts an, alsoschweig!"
„Aber es geht euch an!" rief Joseph eifrig. „Es geht euchalle an, denn ihr kommt alle darin vor und ich auch, und istmein Traum so ganz zum Sinnen und Staunen für uns alle,daß ihr die Köpfe werdet sinken lassen und drei Tage lang fastan nichts anderes denken!"
„Soll er's also nicht in wenigen Worten aussagen, ohneUmstände, daß wir's hören in Kürze?" fragte Ascher. ..Genäschige sind auch neugierig, und neugierig waren sieübrigens alle und hörten im Grunde sehr gern erzählen, dasWirkliche und das Erdichtete, Mär, Traum und Lieder derUrzeit.
„Gut", sagte Joseph glücklich, „wenn ihr denn wollt, soerzähle ich euch mein Gesicht, das wird sich empfehlen, schonwegen der Deutung. Denn wer da träumt, soll nicht deuten,sondern ein anderer. Träumet ihr, so will ich's euch wohl aus-legen, das kostet mich nichts, ich bitte den Herrn, und er gibtwir's. Aber mit eigenem ist es was andres."
„Nennst du das ,ohne Umschweife'?" fragte Gad.
„Hört denn .. .", begann Joseph. Aber Rüben wollt' es imletzten Augenblick noch verhindern. Er hatte den Herrn des