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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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Kopf über meinem, und meine Beine hingen hinab im Windedes Aufstiegs. Zuweilen neigte er sein Haupt neben meinesund sah mich mit einem mächtigen Auge an. Da sprach er ausseinem erzenen Schnabel: ,Halte ich dich gut, Knabe, undpacke ich nicht allzu fest zu mit den unwiderstehlichen Klauen?Ich nehme sie wohl in acht, mußt du wissen, um dir kein Leiddamit zuzufügen an deinem Fleische, denn täte ich's, dannwehe mir!' Ich fragte: ,Wer bist du?' Er antwortete: ,DerEngel Amphiel bin ich, dem diese Gestalt verliehen ward zugegenwärtigem Behuf. Denn deines Bleibens, mein Kind, istauf Erden nicht, sondern sollst versetzt werden, das ist der Rat-schluß.' .Warum aber?' fragte ich da.

.Schweig still', sagte der rauschende Adler, .und hüte deineZunge vor Fragen, wie alle Himmel zu tun gezwungen sind.Denn es ist der Ratschluß der gewaltigen Vorliebe, und ist keinKlügeln und kein Aufkommen dagegen, da rede und frage du,der Ratschluß schlägt's mächtig nieder, und möge sich keinerdie Zunge verbrennen am Ungeheuren!' Da hielt ich mich stillevor seinen Worten und schwieg. Aber mein Herz war vollgrauenhafter Freude."

Ich bin froh, daß du bei mir sitzest, zum Zeichen, daß allesein Traum gewesen", sagte Benjamin.Aber warst du nichtetwas traurig, von der Erde zu fahren auf Adlerssittichen, undtat es dir nicht ein wenig leid um uns alle, die du verließest,zum Beispiel um den Kleinen hier, der ich bin?"

Ich verließ euch nicht", antwortete Joseph.Ich wurdevon euch genommen und könnt' es nicht ändern, aber mir war,als hätt' ich's erwartet. Auch hat man im Traume nicht allesgegenwärtig, sondern nur eines, und das war die grauenhafteFreude in meinem Herzen. Diese war groß, und groß war, was