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den Röcken der Frauen löste, kein recht unbefangenes Aus-kommen. Desto inniger schloß er sich dem Dollbruder an, dener auf alle Weise bewunderte und der, obgleich jedermannmit hohen Augenbrauen lächelte, der ihn sah, doch recht ver-einsamt dastand, solche Anhänglichkeit also wohl brauchenkonnte und auch für sein Teil die natürliche Zusammengehörig-keit mit dem Kleinen stark empfand, so daß er ihn also zumFreunde und Vertrauten nahm — in einem Maße sogar, mitdem er dem bestehenden Altersunterschiede zu wenig Rechnungtrug und das Benjamin fast mehr noch beschwerte und ver-wirrte, als es ihn stolz und glücklich machte. Ja, was der klugeund wunderschöne „Jossif" (so sprach Benoni den Namen desBruders aus) ihm alles sagte und anvertraute, war mehr,als seine Kindlichkeit bergen konnte, und so eifrig er war, esaufzunehmen, so verstärkte es doch den Schatten von Melan-cholie, der über dem kleinen Muttermörder lag.
Hand in Hand gingen sie weg von Jaakobs ölgarten amHügel, wo die Söhne der Mägde Ernte und Kelter hielten.Sie hatten den Joseph von dort verwiesen, weil er dem Vater,der aus dem Viehhof saß und von dem vor ihm stehendenEliezer eine Abrechnung entgegennahm, angezeigt hatte, daßsie an fast allen Bäumen die Frucht hätten zu reif werdenlassen, so daß sie kein feinstes Dl mehr ergäbe, besonders dasie sie seiner Ansicht nach in den Mühlen zu heftig preßtenund quetschten, statt sie behutsam zu zerstoßen. Nachdem sieihren Tadel empfangen, hatten Dan, Naphtali, Gad undAscher mit ausgestreckten Armen und schief offenen Mündernden Angeber oder auch Verleumder sich seines Weges scherengeheißen; Joseph aber hatte den Benjamin gerufen und zuihm gesprochen: