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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
62
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Dann kamen all jene Geschichten zum Vorschein, die derSphärenhälfte angehörten, in welcher Herr und Diener nichtmit dreihundertachtzehn Mann, sondern allein, aber unter Bei-hilfe oberer Geister die Feinde über Damaschki getrieben hattenund Eliezer, dem Boten,die Erde enkgegengesprungen" war;die Geschichte von Abrahams verkündigter Geburt, demKnabengemetzel um seinetwillen, seine Höhlenkindheit undwie ihn der Engel gesäugt, indes seine Mutter suchend umher-geirrt war. Das trug Wahrheitsgepräge; irgendwo und -wiewar es richtig. Mütter irren und suchen immer; sie habenviele Namen, aber sie irren umher auf den Fluren und suchenihr armes Kind, das man ins Untere entführt, gemordet,zerstückelt hat. Diesmal hieß sie Amathla, auch wohl Emte-lai, Namen, bei denen Eliezer sich vielleicht eine freie Über-kragung und träumerische Zusammenarbeitung unterlaufenließ; denn besser, als auf die Mutter, paßten sie auf densäugenden Engel, der, um dem Vorgänge größere Anschau-lichkeit zu verleihen, der gespaltenen Zunge zufolge, auch wohldie Gestalt einer Ziege gehabt hatte. Sehr träumerisch mutetees den Joseph auch an und wirkte bestimmend auf den Aus-druck seiner Augen beim Lauschen, die Mutter des ChaldäersErntelai" nennen zu hören; denn unzweideutig bedeutete derName:Mutter meines Erhöhten", schlecht und recht alsoGottesmutter".

Traf wohl den würdigen Eliezer irgendein Vorwurf, weiler so redete? Nein. Die Geschichten kommen herab, so, wieein Gott Mensch wird, verbürgerlichen gleichsam und werdenirdisch, ohne daß sie darum aufhörten, auch droben zu spielenund in ihrer oberen Form erzählbar zu sein. So behaupteteder Alte zuweilen, die Söhne jener Ketura, die Abram noch