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Demütigung sich unterschied durch vernünftiges Maß undgeistlichen Anstand von jeder üblen Berückung. War es nichtein Kummer und eine Pein, wie sich die ehrbaren Gabenund Begnadungen der Väter verjüngten in schwankenSöhnen zu feiner Verderbnis? Ach, es war liebenswürdig,das Väterliche in Sohnesgestalt, aber befremdend auch undbedenklich in schwanker Verjüngung! Ein Trost nur, daßJoseph eben so jung war; seine Schwankheit würde sichfestigen, robuster und ständiger werden, zur Ehrbarkeit reifenim Gottesverstande. Daß aber des Jünglings Neigung zueinem nicht mustergültigen Entzücken mit Nacktheit zu tunhatte, mit Preisgabe also, mit Baal und Scheol also, mitTodeszauber und erdunterer Unvernunft, entging nicht demsittlichen Scharfsinn Jaakobs, des Vaters, und ebendarumdenn nun begünstigte er des Schreibers Einfluß auf denGeliebten. Es war sehr gut, daß Joseph was lernte, sichunter kundiger Anleitung regelrecht übte in Wort und Schrift-lichkeit. Er, Jaakob, hakte des nicht bedurft; ehrbar undmäßig waren noch seine größten Träume gewesen. DochJosephs Träume, das fühlte der Alte, konnten es brauchen,in genaue Zucht genommen zu werden durchs Buchstäblich-Vernünftige, — das konnte zur Festigung seiner Schwankheitsegensreich beitragen, und mit gehörnten Nacktläufern undGeiferern würde er, der Gebildete, keine Ähnlichkeit haben.
So Jaakobs Überlegung. Dunkle Elemente im Wesenseines Lieblings schienen ihm lösender Klärung im In-tellektuellen bedürftig, also daß er, wie man sieht, auf seinebedachte Art übereinstimmte mit Josephs eigener Knaben-spekulation, das Bewußtsein des Körpers müsse verbessertund berichtigt sein durch das Bewußtsein des Geistes.