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Kiithchen. Und er ist nns immer ein so guterFreund in schlimmen Tagen gewesen.
Robert. Und da Sie heute doch einmal in soversöhnlicher Stimmung sind. —
Frau Grotcmeier (zu Grotnneier). Lieber Konrad —er ist uns allein aus Deiner ganzen Verwandtschaft übriggeblieben.
Grotemeier. Nun denn, — komm an mein Herz,alter Junge.
Frau Grotemeier. Und wenn Dein Lustspiel auf-geführt wird — nicht wahr, Konrad, wir werden hingehen.
Grottmeier. Gewiß, und wenn es durchfällt (erklatscht mit den Händen) an mir soll es nicht gelegen haben.O das ist heute einmal ein schöner Tag. Wie ich michhier im Kreise umschaue, — nur frohe Gesichter allent-halben.
Willibald. Ja, lieber Onkel, die Gesichter vonRobert und Frau Käthchen sehen zwar ganz heiter aus,aber sie hätten wohl Grund sich etwas in die Länge zuziehen, denn die ersten Klienten die dem jungen Rechts-gelehrten seit den zwei Monaten seiner Advocatur in'sNetz gegangen waren, sind ihm wieder entwischt.
Grotemeier. Nicht die Klienten sind Ihnen entwischtHerr Doctor, nur der Ehescheidungsproceß. Ich habegerade jetzt in vielen besseren Dingen einen Rechtsbeistandnöthig, und es wird mir ein besonderes Vergnügen sein,wenn Sie mir dabei Ihre Hilfe leihen, und ebenso kannich Sie mehreren wohlsituirten Bekannten empfehlen.
Frau Grotemeier. Und wenn wir irgendwo einEhepaar vorfinden, das untereinander hadert, statt mitvereinten Kräften dem eignen Glücke zuzustreben, daswollen wir an Frau Käthchen verweisen. Und Willibald,wenn Du Dir einmal eine Frau nimmst, —
Grotemeier. So muß sie sein, wie Frau Käthchen.
Willibald. Hurrah! — eine Frau wie Frau Käth-chen. Robert — Du kannst sagen, was Du willst, ichmuß dem Urbild meiner Zukünftigen einen Kuß geben!
(Er »mannt Fkau Kälhchni, der Vorhang fällt.)