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Grotemeier. Hildegard!
Fra» Grotemeier. Konrad!
Grotemeier. Wie lange sind wir denn jetzt ver-heiratet?
Frau Grotemeier. Zwölf Jahre.
Grotemeier. Wollen wir es nicht noch einmal biszur silbernen Hochzeit mit einander versuchen. Hildegard?
Frau Grotemeier. Bis zur goldenen. Konrad.(Sie umarmen sich, die Thüre öffnet sich ein wenig von außen.)
Käthchen (hinter der Scene). O Weh, sie haben dieverschlossene Thüre erbrochen, sie werden uns entwischt sein.
Siebenter Auftritt.
Die Vorige», (sich noch umarmt haltend). Käthchen Robert.
Käthchen (stößt einen Schrei aus). Brust an Brustund in unserer Wohnung, o es ist eine Schande!(Grotcmeier und Frau Grotemeier fahren auseinander.)
Grotemeier. Und das ist wohl der Advocat Jungheerd?
Käthchen (mit tiefer Verachtung zu Frau Grotemeier).Meine Dame, ich hielt Sie für den unschuldigen Theilin Ihren ehelichen Zwistigkeiten.
Robert (ebenso zu Grotcmeier). Mein Herr, wiekönnen Sie sich erdreisten, in einem fremden Hause miteiner fremden Dame solche Scenen aufzuführen?
Käthchen (zu Frau Grotemeier). O wenn Ihr GemahlSie in dieser Umarmung gesehen hätte! Ich vergehe fastvor Scham, daß das in unserm Hause passiren mußte.
Robert (zu Grotcmeier). Ich hörte von meiner Frau,daß Sie gegen Ihre Gattin einen Entscheidungsproceßanstrengen wollten, aber nach dem, was ich jetzt gesehen,hätte Ihre unglückliche Frau viel mehr Grund, einensolchen gegen Sie zu beginnen.
Käthchen (zu Frau Grotemeier). Sie haben hier, dasgastliche Dach eines ehrbaren Hauses entweiht.
Frau Grotcmeier. Aber, so hören Sie doch!
Käthchen. Was — und Sie wollen sich noch ent-schuldigen, da wir Sie hier in den Armen eines fremdenMannes gesehen haben?
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