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Robert (zu Grotemeier). Wissen Sie, mein Herr,daß das Strafgesetz solche Fälle des Aergernisses in einerfremden Wohnung vorgesehen hat? Ich werde Ihnengleich den betreffenden Paragraphen zeigen. (Er nimmtein Buch.)
Grotemeier. Aber mein Herr Advocat. —
Robert. Ich will Ihr Advocat nicht sein. Sieund diese Dame wären allerdings meine ersten Klientengewesen, aber mein Beruf ist mir viel zu heilig, als daßich ihn gleich mit zwei Processen eröffnen sollte, worindas Unrecht sichtbar auf Seiten meiner Parteien liegt.
Käthcheu. Recht so Robert, der liebe Gott wirduns schon bessere Processe schicken.
Grotemeicr. Aber was das Strafgesetzbuch anbelangt,mein junger Rechtgelehrter, — seit wann darf man denndie Leute so mir nichts Dir nichts einsperren, wie esIhre junge Frau mit uns gethan hat?
Robert (sich hinter den Ohren kratzend). Ja, das warallerdings nicht in der Ordnung.
Grotemeier (lachend Frau Grotemeicr um die Taillefassend). Und wer kann es da uns beiden Gefangenenverdenken, daß wir uns, so gut es eben gehen wollte,die Zeit vertrieben haben!
Käthcheu. O, welche schamlosen Worte, hier inunserm Hause!
Ächter Änftritt.
Die Vorigen. Willibald.
Willibald (mit einem Briefe hereinstürzmd). Robert,Frau Käthcheu! Triumph Triumph! — Mein Lustspielkommt zur Aufführung. (Er faßt Robert und tanzt mitihm durch die Stube, Herr und Frau Grotemeicr treten erstauntzurück.) Frau Käthchen, heute muß ich Ihnen einen Kußgeben, Robert darf nichts dagegen haben. (Will sie küssen.)
Robert (abwehrend). Bitte recht sehr.
Willibald. O ich möchte heute die ganze Welt um-armen, ist denn sonst Niemand mehr hier? (Ec gewahrt