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so Deine Büreaustunden ausfüllst, sollte ich mich nichtWundern, wenn sie alle ihre Proceßacten zurückforderten.
Robert. Guten Morgen, Willibald.
Käthchen. Guten Morgen, Herr Willibald.
Willibald. Ach, Frau Käthchen, und da von fernestehen zu müssen, und diese rothen Lippen höchstens an-dichten zu dürfen, die der da so mir nichts Dir nichtsküßt. — Robert, Du bist ein Sonntagskind.
Käthchen. Dafür haben Sie Ihre Frau Muse..
Willibald. Ist ein gleißnerisches Weib, hat michmit meinem Brodkorb entzweit.
Käthchen. Mit Ihrem Brodkorb?
Willibald. Ja, zunächst mit meinem Onkel undmeiner Tante, die die Versorger dieses Brodkorbes waren,und als Frau Muse uns glücklich auseinander hatte, daschnellte der Brodkorb vor mir so hoch in die Luft, daßich den Hals einer Giraffe haben müßte, um zum Futterzu gelangen
Käthchen. Die Geschichte sind Sie mir noch schuldig;erzählen Sie.
Willibald. Nun, mein Onkel und meine Tante sindan und für sich vortreffliche Leute; aber mein Onkel kannnicht vergessen, daß er sich sein Vermögen im Schweißeseines Angesichtes Thaler für Thaler zusammengearbeitethat, und besitzt deswegen eine an Götzendienst grenzendeEhrfurcht für Gold, Silber, Stammactien, Prioritätenund wie das Zeug alle heißen mag. Hat Jemand einenThaler mehr, als er, so wird er ihm unweigerlich denPlatz über sich zuerkennen, ist aber Jemand um eineneinzigen Thaler ärmer, so fordert er mit eben so großerGewissenhaftigkeit von diesem das tiefere Compliment.Meine Tante dagegen stammt mütterlicherseits von einemDragonermajor ab, und rechnet sich demzufolge zur Aristo-kratie. Da waren denn der Tante die Manieren undder Umgang des Onkels nie aristokratisch genug, unddieser versäumte nie eine Gelegenheit, den ganzen besitz-losen Adel, inclusive des Dragonermajors, einen unnützenSchnörkel an unfern gesellschaftlichen Zuständen zu betiteln.Da dampfte denn kein Theekessel im Hause, ohne daß