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600-jährige Jubiläums-Feier Düsseldorfs vom 13. bis 16. October 1888 : 1288 - 1888 ; Fest-Aufführung im Stadt-Theater bestehend aus Dichtung ... und lebenden Bildern
Entstehung
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V.

Jan Willem und Gruppello.

Die Allongenperrücke, der schnörkelnde Styl,

Die Kunst nach gekünsteltem Schnitte,

Der fürstliche Hof mit dem Schranzengewühl,

Die fränkische Sprache und Sitte,

Da sie machten im ganzen Europa sich breit,

Bei uns waren auch sie zu finden;

Denn der Kurfürst Jan Wilm war ein Sohn seiner ZeitUnd besass ihren Geist, ihre Sünden.

Doch blieb eine Stelle im Herzen ihm frei

Da wusste er ahnend zu trennen.

Kam die Kunst im Geleite der Künstelei,

Er konnte die hohe erkennen.

Und sie streuete rings ihren Samen aus,

Und der Samen hat Früchte getragen,

Und wir sehn aus dem schimmernden Beiwerk herausIhre Werke, die herrlichen, ragen.

Und sucht auch der Kurfürst durch welsche ZierNach Versaillischem Muster zu glänzen,

Er stand immer treu zu des Reiches PanierIm blutigen Kampf an den Grenzen.

Und wenn ihn die eitle Prunklust bewog,

Sich selber ein Denkmal zu setzen,

Wir wollen ihm gönnen das Standbild hochUnd das Kunstwerk Grupellos schätzen.

Die bedeckende Hülle sinkt niederwärtsAut dem Markte vor Düsseldorfs Schlosse;

Es erblicket der Kurfürst sein Abbild von Erz,Geharnischt auf ehernem Rosse.

Gleich hat er den Werth dieses Kunstwerks erkannt,Er betrachtete mit freudigem Staunen,

Er drückt dem bescheidenen Meister die Hand,

Die Höflinge zischeln und raunen.

Üti.