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Vor Düsseldorfs Thore die Luft ist so lind,
Es ergeht sich der Bürger mit Weib und Kind.
Da sprengt aus dein Walde ein Reiter hervor,
Er springt aus dem Bügel, er naht sich dem Thor.Schwarz-weiss ist der Wappenrock, der ihn bedecket,Manch Ohr wird gespitzet, manch' Hals wird gestrecket.
„Ihr Bergischen Völker, Eu’r Herzog ist todt,
„Es sendet sein Erbe Euch Gruss und Gebot;
„Und Eu’r Herr und Gebieter ist zu dieser Stund’„Der Kurfürst von Brandenburg, Sigismund!“Anheftet an’s Thor er Kurbrandenburgs WappenUnd jaget davon auf dem schnaubenden Rappen.
Es stutzen die Bürger und schauen sich an :
„Habt Ihr es vernommen ? — wer war dieser Mann ?„AVas ist auf dem Wappen das dort für ein Thier ?„Der BrandenburgerV — wer kennet ihn hier?„Unglaublich! — Das sind ja kuriose Sachen!“
Und spöttisches Lächeln und schallendes Lachen.
Ihr Bergschen, heut’ kam Euch der Adler in Sicht,Heut’ war er zu schwach noch, könnt weilen nicht,Doch gewaltigen Fluges in sonnigen Höh’n,
Ihr werdet ihn einst bei Euch wiederselm.
Ihr werdet ihn kennen, der Zw'eifei wird schw r eigen,Eu’r Blick in Bevvundrung empor zu ihm steigen;
Denn — spiegelt sich einst als hellleuchtender ScheinDie Blütlie des Bergischen Landes im Rhein,
AVird einstens als keimende AA T eltstadt genanntDas Städtlein, das kleine, am Diisselstrand,
Und tritt seine Kunst mit der AA’elt in die Schranken,Ihr werdet’s dem Adler der Zollern verdanken.
Viertes Bild.