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Der Tod in Venedig : Novelle
Entstehung
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Im Erifiermanteh, unter den pflegenden Händen des Schwätzers j

im Stuhle zurüchgefehnt, betrachtete er gequälten Bhiches fein (

Spiegefhifd. f

Grau, fagte er mit verzerrtem Munde.

Ein wenig, antwortete der Menfch.Nämfich durch Schuld j

einer hfeinen Vernachfäffigung, einer Indifferenz in äußerfichen ^

Dingen, die hei bedeutenden Perfonen begreiflich, die man j

aber doch nicht unbedingt hohen bann und zwar umfo weniger,afs gerade fofchen Perfonen Vorurteile in Sachen des Natür-lichen oder Käuflichen wenig angemeffen find. Würde fich dieSittenßrenge gewffer Leute gegenüber der hosmetifchen Kunfifogifcherweife auch auf ihre Zähne erfrechen, fo würden fie nicht '

wenig Anftoß erregen. Schhießfich find wirfo aht, wie unfer Geiß,unfer Herz fich fühlen, und graues Haar bedeutet unter Um-fänden eine wirhfichere Unwahrheit, als die verfchmähte Kor-rehtur bedeuten würde. In Ihrem Tahhe, mein Herr, hat manein Recht auf feine natürliche Haarfarbe. Sie ertauben mir, Ihnendie Ihrige einfach zurüchzugehen?

Wie das?" fragte Afchenhach.

Da wufch der Beredte das Haar des Gaßes mit zweierfeiWaffer, einem hfaren und einem dunhfen, und es war fchwarzwie in jungen Jahren. Er hog es hierauf mit der Brennfcheerein weiche Lagen, trat rüchwärts und mufierte das behandelteHaupt.

Es wäre nun nur noch,fagte er,die Gefichtshaut ein wenigaufzufrifchen.

Und wie jemand, der nicht enden, fich nicht genug tun bann,ging er mit immer neu hefehter Gefchäfiigbeit von einer Han-tierung zur anderen über. Afchenhach, bequem ruhend, der Ad -wehr nicht fähig, hoffnungsvohT erregt viehmehr von dem, was

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