Druckschrift 
Der Tod in Venedig : Novelle
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

feifen Soßfen umßer. Ein Kfappern des Teegerätes, ein ßafßge*ffüfiertes Wort, war aißes, was man vernaßm. In einem Winßef,fcßräg gegenüber der Tür und zwei Tifcße von feinem entfernt,ßemerßte Afcßenßacß die pofnifcßen Mädcßen mit ißrer Erzieße-rin, Sehr aufrecßt, das afißßfonde Haar neu geglättet und mitgeröteten Augen, in fieifen ßßaufeinenen Kfeidern mit kleinenweißen Taßßßrägen und Manfcßetten faßen ße da und reicßteneinander ein Gfas mit Eingemacßtem. Sie waren mit ißrem Erük-fiücß faß fertig. Der Knaße feßfte.

Aßßenßacß fäcßefte. Nun kleiner Pßäake /dacßte er. Du fcßeinßvor diefen das Vorrecht ßeßießigen Ausfcßßafens zu genießen.Undpfötzkicß aufgeßeitert rezitierte er ßeißicß feßßfi den Vers:

Ofi veränderten Scßmuck und warme Bäder und Ruße.

Er früßßückte oßne Eike, empfing aus der Hand des Portiers, dermit gezogener Treffenmütze in den Saaf kam, einige nacßgefandtePoß und öffnete, eine Zigarette rauchend, ein paar Briefe. Sogefcßaß es, daß er dem Eintritt des Langfcßfäfers noch ßeiwoßnte,den man dort drüßen erwartete.

Er kam durch die Gfastür und ging in der Stille fcßräg durchden Raum zum Tißß feiner Scßweßern. Sein Gehen war fowoßfin der Haftung des Oberkörpers wie in der Bewegung der Kniee,dem Awffetzen des weißßefcßußten Tußes von außerordentficßerAnmut, feßr feicßt, zugfeicß zart undßofz und verfcßönt nochdurch die kindficße Verfcßämtßeit, in wefcßer er zweimaf unter »wegs, mit einer Kopfwendung in den Saaf, die Augen auffcßfugund fenkte. Läcßefnd, mit einem ßafßfauten Wort in feiner weichverfcßwommenen Sprache nahm er feinen Pfatz ein, und jetztzumaf da er dem Shauenden fein genaues Profif zuwandte,erftaunte diefer aufs neue, ja erfcßrak üßer die wahr haß gottäßn=fihe Schönheit des Menfcßenkindes, Der Knaße trug heute einen