Dr.Jekyll and Mr. Hyde, die Gedanken auf den Fauststoffgerichtet, der jedoch fern davonist, Gestalt anzunehmen.Obgleich das Pathologische ins Märchenhafte zu rücken,ans Sagenmäßige anzuschließen wäre, geht eine Art vonBangigkeit davon aus, die Schwierigkeiten scheinen un-überwindlich, und die Vermutung mischt sich ein, daßich deshalb vor dem Unternehmen zurückschrecke, weilich es immer als mein letztes betrachtet habe.»
Ich lese das nach und weiß, daß es richtig war. Richtig,was das Alter der kaum definierbaren Idee, die langenWurzeln betrifft, die davon in mein Leben hinabreichen,und richtig insofern ich sie beim Ausblick auf einenLe-bensplan, der immer ein Arbeitsplan gewesen war,vonjeher an das Ende gestellt hatte. Was da, vielleicht,einesspäten Tages, zu machen sein würde, nannte ich im stillenmeinen «Parsifal». So sonderbar es scheinen mag, daßeiner ein Alterswerk in jungen Jahren sich programm-mäßig vorsetzt, — es war der Sachverhalt; und einespezifische, in manchen kritischen Versuchen sich äußern-de Vorliebe für die Betrachtung von Alterswerken, desParsifal selbst, des zweiten Faust, des letzten Ibsen,der Stifter’schen, Fontane’schen Spätprosa, mag wohl da-mit Zusammenhängen.
Die Frage war, ob nun die Stunde für diese von langerHand, wenn auch noch so unscharf visierte Aufgabe ge-kommen war. Ein Gegeninstinkt, verstärkt durch dieAhnung, daß es mit dem «Stoff» nicht geheuer war unddaß es Herzblut, viel davon, kosten werde, ihn in Gestaltzu bringen, durch die unbestimmte Vorstellung einer ge-wissen aufs Ganze gehenden Radikalität seiner Anforde-rungen, — ist unverkennbar. Dieser Instinkt wäre auf die