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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
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wirksame, festverbundene Charakteristika. Die einzelnen Stückesind mit zärtlichem Geschmacke gemndet. Themas Mann istvielleicht der feinste deutsche Prosaautor der Jetztzeit. SeineArt ist absolut germanisch, beziehungsweise nordisch. NichtsFranzösisches, woran so sehr unser Schrifttum krankt, ist anihm zu entdecken. (Rheinisch-Westfälische Zeitung, Essen)

F i o r e n z a

Drei Akte. Dritte Auflage. Geh. M. 2,50, geb. M. ;,5o

Nach den wundewollen nordischen Buddenbrooks eine wunder-volle Dichtung aus dem strahlenden, prunkenden Flormz derMedizäer. Leuchtend und bestrickend ganz aus dem Geiste desdichterischen Gehaltes. (Wiener Zeitung)

Viele schon haben versucht, diesen Stoff zu meistern. Dieeinen im Epos, die anderen im Jambendrama. Niemals aberwurde bisher der Versuch gemacht, die Helden jener Zeit auchim Drama die Sprache ihrer Zeit sprechen zu lassen. In dieserRichtung ist Thomas Mann der erste, und seine Arbeit ist, ab-gesehen von ihren anderen Vorzügen, ein Meisterwerk der deut-schen Sprache. Schon seine früheren Arbeiten sind auch in dieserBeziehung mehr als starke Talentproben. Wir wissen (undkönnen es im einzelnen Nachweisen), daß Dickens, Fontane,Nietzsche und die Russen seine sprachlichen Lehrmeister waren.In Fiorenza aber hat er alle diese Einflüsse in sich verarbeitetund steht als fertiger, individueller und abgeschlossener Künstlerder deutschen Sprache da. Nirgend ist ein Wort zu viel, nirgendeins zu wenig; jedes Wort steht sicher da und trifft klar, präziseund doch durchsichtig das Richtige. Wundervoll sind Rhythmusund Tempo in der Sprache hier abgewogen. Wie ein majestä-tischer Strom gleiten die einzelnen Perioden an uns vorüber,wie mannigfaltig schillernd ist hier mit Worten gemalt und wiebringen hier Worte und Sätze plastische Formen und gleißendeFarben vor die Phantasie des Lesers.

(Münchener Neueste Nachrichten)

Diuck »0» W.Dnigulin in Leipzig