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Königliche Hoheit : Roman
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hatte ergehen lassen, so füllten auch Handeltreibende,Landleute und schlichte Handwerker erhobenen Herzensdas Gestühl. Aber vorn am Altar nahmen im Halb-kreise auf rotsamtenen Armstühlen die Anverwandten desBräutigams Platz. Zart und rein schwebte der Gesangdes Domchores unter den Wölbungen, und dann sangzum Brausen der Orgel die ganze Gemeinde ein Loblied.Als es verhallte, blieb einzig die wohllautende Stimmedes Oberkirchenratöpräsidenten v. WislizenuS zurück, derim Silberhaar und den gewölbten Stern auf dem seidigenTalar, vor dem hohen Paare stand und kunstreich predigte.Motivisch arbeitete er und sozusagen auf musikalische Art.Und das Thema, das er handhabte, war der Psalterklang,der da lautet:Er wird leben, und man wird ihmvom Golde aus Reich Arabien geben." Da warkein Auge, das trocken blieb.

Dann vollzog O. WislizenuS die Trauung, und indem Augenblick, da das Brautpaar die Ringe wechselte,erschallten Trompeten-Fanfaren, und dreimal zwölf Schüssebegannen, über Stadt und Land Hinzurollen, abgefeuertvon militärischer Seite auf dem Wall derZitadelle".Gleich darauf kanonierte auch die Feuerwehr mit denstädtischen Salutgeschützen; aber lange Pausen entstandenzwischen einzelnen Detonationen, was der Bevölkerungunerschöpflichen Stoff zum Gelächter gab.

Als der Segen gesprochen war, ordnete sich aufs neueder Zug, um zurückzukehren in den Rittersaal, wo HausGrimmburg die Neuvermählten beglückwünschte. Aberdann war die Sprechcour, und Arm in Arm gingenKlaus Heinrich und Jmma Spoelmann durch die

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