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Königliche Hoheit : Roman
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ob ich sie auch nur verdiene. Ich gehe zur Abfahrtsstundeauf den Bahnhof, um zu winken, das ist weniger ver-dienstvoll als albern, aber es ist nun einmal mein Amt.Dein Fall ist freilich ein anderer. Du bist ein Sonn-tagskind. Alles fügt sich dir wohl... Ich wünsche dirGlück," sagte er, indem er die Lider von seinen einsamblickenden blauen Augen hob. Und in diesem Augenblicksah man, daß er Klaus Heinrich liebte.Ich wünsche dirGlück, Klaus Heinrich, aber nicht allzuviel, und daßdu nicht allzuwohlig in der Liebe des Volkes ruhenmögest. Übrigens sagte ich schon, daß alles sich dir zumBesten fügt. Das Mädchen deiner Wahl ist recht fremd-artig, recht wenig hausbacken, recht unvolkstümlich zu-guterletzt. Sie hat viererlei Blut... ich habe mir sagenlassen, daß sogar indianisches Blut in ihren Adern stießt.Das ist vielleicht gut. Mit einer solchen Gefährtin läufstdu vielleicht weniger Gefahr, bequemen Sinnes zu werden."

Weder das Glück," sagte Klaus Heinrich,noch dieLiebe des Volkes wird je bewirken können, daß ich auf-höre, dein Bruder zu sein."

Er ging, ihm stand noch ein schweres Stündlein be-vor, ein Gespräch mit Herrn Spoelmann unter vierAugen, seine persönliche Werbung um Jmmas Hand.Da mußte er schlucken, was die Unterhändler geschluckthatten, denn Samuel Spoelmann zeigte auch nicht diegeringste Freude und sagte ihm knarrend viele erfrischendeWahrheiten. Aber dann war auch das bestanden, und derMorgen kam, da die Verlobung imStaatsanzeiger"prangte. Da löste die lange Spannung sich in unend-lichen Jubel; da winkten gesetzte Männer einander mit

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