von Bühl zu Bühl im Pelz, einen Zylinder auf seinembraunen Toupee und den goldenen Zwicker auf der Nase,vor „Delphinenort" aus einem Hofwagen gestiegen undschwänzelnd im Innern des Schlosses verschwunden sei.Anfang Januar gingen in der Stadt Individuen umher,die an Eidesstatt versicherten, daß jener Herr, welcher,wiederum zu einer Vormittagsstunde und gleichfalls inPelz und Zylinder, an dem grinsenden Plüschmohrenvorbei das Portal von „Delphinenort" verlassen und sichmit fiebrigen Augen in eine bereitstehende Droschke ge-worfen habe, unzweifelhaft unser Finanzminister Dr.Krippenreuther gewesen sei. Und zu gleicher Zeit tauch-ten in dem halbamtlichen „Eilboten" erste und vorberei-tende Vermerke von Gerüchten auf, welche eine bevor-stehende Verlobung im Großherzoglichen Hause zum In-halt hätten, — tastende Verlautbarungen, die, in behut-samer Steigerung deutlicher und deutlicher werdend, end-lich die beiden Namen, Klaus Heinrichs und JmmaSpoelmanns, in klarem Druck beieinander zeigten . . .Das war keine neue Zusammenstellung mehr, aber sieschwarz auf weiß zu sehen, wirkte dennoch wie starkerWein.
Äußerst fesselnd war es übrigens, zu beobachten, wiebei den publizistischen Erörterungen, die sich hierauf ent-spannen, unsere aufgeklärte und freigeistig gesinnte Pressesich zu der volkstümlichen Seite der Sache, nämlich zuder Prophezeiung stellte, die denn doch in zu hohem Gradepolitische Bedeutung gewonnen hatte, als daß nicht Bil-dung und Intelligenz genötigt gewesen wären, sich damitauseinanderzusetzen. Weissagerei, Chiromantie und der-
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