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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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in mehr als einem Fall, lind wohl dem Fürstenhause, demsich eine so großartige Abhilfe bot, wie diese! Man be-obachtete in unseren Zeiten, daß alle Schamhaftigkeit vonehedem aus der Behandlung höfischer Geldangelegenheitenentschwand. Jene Selbstentäußerung, mit welcher fürst-liche Familien vormals die schwersten Opfer gebrachthatten, um die Öffentlichkeit vor ernüchternden Einblickenin ihre Vermögensverhältnisse zu bewahren, ward nichtmehr angetroffen, und Prozesse, Entmündigungen, frag-würdige Veräußerungen waren an der Tagesordnung.Aber war dieser kleinlichen und bürgerlichen Art vonAnpassung nicht das Bündnis mit dem souveränen Reich-tum vorzuziehen, eine Verbindung, welche die Hoheitauf immer hoch über alle wirtschaftlichen Quisquilienerheben und sie in den Stand setzen würde, sich demVolke mit allen jenen äußeren Zeichen sichtbar zu machen,nach denen es verlangte?

So fragte Herr von Knobelsdorff, und er selbst beant-wortete seine Frage mit unumwundener Bejahung. Kurz,so weise und unwiderstehlich war seine Rede, daß er dasAlte Schloß nicht verließ, ohne stolz gelispelte Geneh-migungen und Ermächtigungen mit fort zu nehmen, dieweit genug reichten, um, wenn Fräulein Spoelmann nurirgend das ihre getan hatte, Abschlüsse sondergleichen zugewährleisten.

Und so gingen denn nun die Dinge ihren denkwürdigenGang bis zum seligen Ende. Noch vor Ende Dezembernannte man die Namen derjenigen Personen, die gesehen(nicht etwa nur davon erzählen gehört) hatten, wie einesschneedunklen Vormittags um elf Uhr Oberhofmarschall