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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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waltung der Kronfideikommißgüter die zuständigen Stellenangewiesen, die Veräußerung in die Wege zu leiten.Was bedeutete das? Offenbar stand es anders damit,als mit dem Verkauf vonDelphinenort", der die Folgeeines ganz außerordentlichen und überaus günstigen An-gebots und außerdem eine Handlung der Staatsklugheitgewesen war. Leute, die abgehärtet genug waren, umDinge namhaft zu machen, vor deren Nennung einfeineres Empfinden zurückbebt, spräche» es aus, daß dieHoffinanzdirektion von unruhig gewordenen Gläubigernrücksichtslos bedrängt werde und, wenn sie solche Ver-käufe empfehle, einem unerbittlichen Zwang unterliege.

Wohin war es gekommen? In welche Hände würdendie Schlösser gelangen? Gerade die Bestgesinnten, dieso fragten, waren geneigt, eine weitere Nachricht, die vonüberklugen Alleswissern auSgesprengt wurde, als tröstlichzu empfinden und zu glauben: Daß nämlich abermalsniemand anders als Samuel Spoelmann der Käufersei, eine völlig grundlose und aus der Luft entstandeneMeldung, die aber erkennen läßt, welche Rolle in derVorstellungswelt des Volkes der einsame und leidendekleine Mann spielte, der sich in seiner Mitte fürstlich nieder-gelassen hatte.

Dort hauste er, mit seinem Leibarzt, seiner elektrischbetriebenen Orgel und seiner Gläsersammlung, hinter denSäulen, den Bogenfenstern und gemetzten Laubgewindendes Lustschlosses, das sein Wink aus dem Verfalle hatteerstehen lassen. Man sah ihn fast nie; er lag mit Brei-umschlägen. Aber man sah seine Tochter, dies fremd-artige, mit launischem Mienenspiel auf königlicher Höhe

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