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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
381
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Was tun, um festen Boden zu gewinnen? Wohinsich wenden, lim den Geldhunger zu stillen, der uns ver-zehrte? Die Veräußerung der zurzeit erträgnislosenSilberbergwerke und die Verwendung des Erlöses zurTilgung hochverzinslicher Schulden war längst erwogenworden. Jedoch durch den Verkauf, der, wie die Dingelagen, notwendig ungünstig ausfallen mußte, wäre nichtnur das in den Werken angelegte Kapital fast ganz ver-loren gegangen, sondern der Staat hätte sich auch derGewinne begeben, die dennoch vielleicht über kurz oderlang einmal daraus würden zu erlangen sein, undschließlich war nicht von heute auf morgen ein Käufer zufinden. Einen Augenblick es war ein Augenblickseelischer Hinfälligkeit kam selbst der Verkauf vonStaatsforsten in Betracht. Aber hier darf gesagt werden,daß immerhin genug gesunder Sinn im Lande vorhandenwar, um zu verhindern, daß unsere Wälder der Privat-industrie überantwortet würden.

Um nichts zu verschweigen: noch andere Verkaufs-gerüchte kamen auf, Gerüchte, die darauf schließen ließen,daß die Verlegenheit nicht vor Stätten Halt mache,welche das ehrerbietige Volk sich gern als allen Unbildender Zeit entrückt gedacht hätte. DerEilbote", nichtgewohnt, seinem Zartgefühl eine Information zu opfern,brachte zuerst die Nachricht, daß zwei im offenen Landegelegene Schlösser des Großherzogs,Zeitvertreib" undFavorita", dem Verkauf unterstellt seien. In Er-wägung, daß beide Besitztümer für Wohnzwecke der aller-höchsten Familie nicht mehr in Betracht kämen undjährlich steigende Zuschüsse erforderten, habe die Ver-

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