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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
359
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Kameraden behandelten. Ich will nun, wo ich das Glückgefunden habe, nicht bequemen Sinnes werden, sondernIhnen treu bleiben und mir und meinem hohen Beruf..

Wird nicht gegeben", sagte Doktor Überbein auflateinisch und schüttelte seinen häßlichen Kopf mit denabstehenden, spitz zulaufenden Ohren.

Doch, Doktor Überbein, ich bin nun ganz sicher, daßes das gibt, beides zusammen. Und Sie, Sie solltennicht so kaltsinnig und abweisend neben mir hergehen, woich so glücklich bin und obendrein der Vorabend meinesGeburtstags ist. Sageir Sie mir... Sie haben so vieleEinblicke getan und sich in jeder Weise den Wind um dieNase wehen lassen, aber haben Sie denn niemals Er-fahrungen gemacht in dieser Richtung . . . Sie wissenschon . . . Sind Sie gar niemals ergriffen worden, wieich es nun bin?"

Hm", sagte Doktor Überbein und kniff die Lippen zu-sammen, daß sein roter Bart sich hob und Muskelballensich an seinen Wangen bildeten.Das könnte wohl den-noch so unter der Hand sich einmal ereignet haben."

Sehen Sie? Sehen Sie? Und nun erzählen Siemir's, Doktor Überbein! Heute müssen Sie mir's er-zählen!"

Und da es eine ernste und still besonnte, auch vomDufte der Lindenblüten erfüllte Stunde war, so gabRaoul Überbein Auskunft über einen Zwischenfall seinerLaufbahn, dessen er in früheren Berichten niemals erwähnthatte und der gleichwohl vielleicht von entscheidender Be-deutung für sein Leben gewesen war. Er hatte sich ab-gespielt zu jener früheil Zeit, als Überbein die kleinen