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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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von seiner Seite mit einer jungeil Dame aus der Theater-welt, eurer freundwilligen und dabei zuverlässigen Persön-lichkeit, aufs engste verbunden war. Indem man, gemäßbrieflicher Vereinbarung zwischen Herrn von Braunbartund seinem Kameraden, Klaus Heinrich mit dem Fräu-lein und zwar in deren zweckdienlich ausgestatcetemHeim zusammenführte lind die Bekanntschaft untervier Augen sich hinlänglich vertiefen ließ, wurde auf ge-wissenhafte Art ein ausdrücklich vorgesehenes Bildungs-ziel der Reise erreicht, ohne daß es sich auch in diesemFalle für Klaus Heinrich um mehr, als lim eine beifälligeKenntnisnahme gehandelt hätte. Das verdiente Fräuleinerhielt eine Erinnerungsgabe, und Herrn von BraunbartsFreund ward gelegentlich dekoriert. Nichts mehr hier-über.

Klaus Heinrich bereiste auch die schönen Länder desSüdens, inkognito, unter einem Decknamen von roman-haftem Adelsklang. Da saß er denn wohl, allein vielleichtauf eine Viertelstunde, gekleidet in ein Zivil von zurück-haltender Vornehmheit, unter anderen Fremden auf einerweißen Restaurationsterrasse über einem dunkelblauenSee, und es mochte geschehen, daß man von einem an-deren Tisch aus ihn beobachtete, ihn nach der Art Reisendereinzuschätzen und gesellschaftlich unterzubringen versuchte.Was mochte er sein, dieser still und gefaßt blickende jungeMann? Man ging die bürgerlichen Sphären durch, paßteihn versuchsweise in die kaufmännische, die militärische,die studentische ein. Aber es wollte nicht stimmen, nir-gends so recht und ganz. Man fühlte die Hoheit, aberniemand erriet sie.

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