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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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von Bühl mich der Marstall, und er fühlte sich seinensämtlichen Ämtern gewachsen. Aber er fragte jedermann,woher er einen würdigen Vorantritt nehmen solle, da dieobersten Chargen einzig und allein durch den Oberhof-jägermeister voil Stieglitz und den Intendanten der groß-herzoglichen Schauspiele, einen fußleidenden General, ver-treteil seien.

Während er als Oberhofmarschall, Oberzeremonien-meister und Hausmarschall, in seinem gestickten Kleideund seinem braunen Toupee, mit Orden bedeckt wie einBallköilig und den goldenen Zwicker auf der Nase,schwänzelnd und seinen hohen Stab vor sich hinsetzendhinter den Kadetten schritt, die als Pagen kostümiert, denScheitel über dem linken Auge, den Zug eröffneten, über-dachte er sorgenvoll, was hinter ihm kam. Ein paarKammerherren — nicht viele, denn man brauchte ihrernoch am Ende des Zuges —, den Federhut unterm Armund den Schlüssel an der hintereil Taillennaht, folgte»ihm in seidenen Strümpfen auf dem Fuße. Herr vo»Stieglitz und die hinkende Schauspiel-Exzellenz schrittendanach dem Prinzen Klaus Heinrich voraus, der, in seinemMantel zwischen dem hohen Elternpaar, gefolgt von seinenGeschwistern Albrecht und Ditlind, den eigentlichen Kerndes Zuges bildete. Im Rücken der höchsten Herrschaftenhielt sich zunächst, mit spielenden Augenfältchen, derHausminister und Konseilpräsident von Knobelsdorff.Eine kleine Gruppe von Adjutanten und Palastdame»schloß sich an: General Graf Schmettern und Majorvon Platow, ein Graf Trümmerhauff, Vetter des Hof-Finanz-Direkcors, als militärischer Begleiter des Erbgroß-