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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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An die Zigeunerin Verzeihung! die das Er-scheinen eines Fürsten aus Eurer Königlichen HoheitHarls eines Fürsten -mit einer Hand" das ist dieüberlieferte Wendung vor hundert Jahren geweissagtund an das Erscheinen dieses Fürsten eine gewisse, sonder-bar formulierte Verheißung geknüpft hat."

Der Großherzog wandte sich im Fond und blicktestumm in Herrn von Knobelsdorffs Augen, an derenäußeren Winkeln die strahlenförmigen Fältchen spielten.

Sehr unterhaltend!" sagte er dann und setzte sichwieder zurecht.

Prophezeiungen," fuhr Herr von Knobelsdorff fort,pflegen sich in der Weise zu erfüllen, daß Umstände ein-treten, die man, einigen guteil Willen vorausgesetzt, inihrem Sinne deuten kann. Und gerade durch die groß-zügige Fassung jeder rechten Weissagung wird das sehrerleichtert. -Mit einer Hand", das ist guter Ocakel-stil. Die Wirklichkeit bringt einen mäßigen Fall vonAtrophie. Aber damit, daß sie das tut, ist viel geschehen,denn wer hindert mich, wer hindert das Volk, die An-deutung für das Ganze zu nehmen und den bedingendenTeil der Weissagung für erfüllt zu erklären? Das Volkwird es tun und zwar spätestens dann, wenn auch dasWeitere, die eigentliche Verheißung sich irgend bewahr-heiten sollte, es wird reimen und deuten, wie es das immergetan hat, um erfüllt zu sehen, was geschrieben steht. Ichsehe nicht klar, der Prinz ist zweitgeboren, er wirdnicht regieren, die Meinung des Schicksals ist dunkel.Aber der einhändige Prinz ist da und so möge er unsdenn geben, so viel er vermag."

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