keit hat, an dem General vorbei und ins Weite. Nunsind sie auf drei Schritt aneinander. Und statt die vor-schriftsmäßige Ehrenbezeigung auszuführen, legt der blut-junge Leutnant ein wenig den Kopf zurück, zieht gleich-zeitig feine rechte Hand — nur die rechte, das ist auf-fallend — aus der Manteltasche und beschreibt mit ebendieser weißbehandfchuhten Rechten eine kleine ermunterndeund verbindliche Bewegung, nicht stärker, als daß er, dieHandstäche nach oben, die Finger öffnet; aber der General,der dieses Zeichen mit hängenden Armen erwartet hat,fährt an den Helm, biegt aus, gibt in halber Verbeugungsozusagen den Bürgersteig frei und grüßt den Leutnantvon unten herauf aus rotem Gesicht mit frommen undwässerigen Augen: Da erwidert der Leutnant, die Handan der Mühe, das Honneur seines Vorgesetzten, erwidertes, indem eine kindliche Freundlichkeit fein ganzes Ge-sicht bewegt, erwidert es — und geht weiter.
Ein Wunder! Ein phantastischer Auftritt! Er gehtweiter. Man sieht ihn an, aber er sieht niemanden an,er sieht zwischen den Leuten hindurch geradeaus, ein wenigmit dem Blick einer Dame, die sich beobachtet weiß.Man grüßt ihn: dann grüßt er zurück, fast herzlich unddennoch aus einer Ferne. Wie es scheint, so geht er nichtgut; es ist, als sei er des Gebrauches seiner Beine nichtsehr gewohnt oder als behindere ihn die allgemeine Auf-merksamkeit, so ungleichmäßig und zögernd ist seinSchritt, ja, bisweilen scheint er zu hinken. Ein Schutz-mann macht Front, eine elegante Frau, aus einem Ladentretend, sinkt lächelnd ins Knie. Man blickt nach ihmum, man weist mit dem Kopfe nach ihm, man zieht