klirrt auf dem Asphalt, sein Federbusch flattert im Winde,und langsam schwappt bei jedem Schritte der große roteBrustaufschlag seines Mantels auf und nieder. Sokommen sie aufeinander zu. — Kann dies zu Verwicke-lungen führen? Unmöglich. Jedem Beobachter stehtder naturgemäße Verlauf dieses Zusammentreffens klarvor Augen. Hier ist das Verhältnis von Alt und Jung,von Befehl und Gehorsam, von betagtem Verdienst undzartem Anfängertum, hier ist ein gewaltiger hierarchischerAbstand, hier gibt es Vorschriften. Natürliche Ordnung,nimm deinen Lauf! — Und was, statt dessen, geschieht?Statt dessen vollzieht sich das folgende überraschende,peinliche, entzückende und verkehrte Schauspiel. Der Ge-neral, des jungen Leutnants ansichtig werdend, verändertauf seltsame Art seine Haltung. Er nimmt sich zu-sammen und wird doch gleichsam kleiner. Er dämpftsozusagen mit einem Ruck den Prunk seines Auftretens,er tut dem Lärm seines Säbels Einhalt, und währendsein Gesicht einen bärbeißigen und verlegenen Ausdruckannimmt, ist ec ersichtlich nicht einig mit sich, wohin erblicken soll, was er so zu verbergen sucht, daß er unterseinen Wattebrauen hinweg schräg vor sich hin auf denAsphalt starrt. Auch der junge Leutnant verrät, genaubeobachtet, eine leichte Befangenheit, die aber seltsamer-weise bei ihm in höherem Grade, als bei dem greisenBefehlshaber, von einer gewissen Grazie und Disziplinbemeistert scheint. Die Spannring seines Mundes wirdzu einem Lächeln von zugleich bescheidener und gütigerArt, und seine Augen blicken vorläufig mit einer stillenund beherrschten Ruhe, die den Anschein der Mühelosig-
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