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ex diversis provinciis gratia eonsequende sanitatis eive orationum in-tuitu turbe populorum confluerent. Ceci, claudi, paralitici, surdi, epi-lentici et diversarum infirmitatum homines illic sanabantur et, utaiunt, etiam mortui in eodem loco suscitabantur. Adhuc enim ma-gister Cunradus vixit, cuius studio eadem miracula ex parte con- 5scripta sunt. Non solum ex provincia Maguntiensi atque T r e -v e r e n s i, immo etiam ex provinciis remotioribus, C 0 10 n i e n s ividelicet, Bremensi atque Medeburgensi, orationum sive sa-nitatum gratia constat plurimos Marburg advenisse 1 ). Aliis rece-dentibus alii occurrebant; sanitatem consecuti, Dei virtutem venien- 10tibus nuntiabant 2 ). Plurima ibi oblata sunt, ex quibus ecclesia lapideasuper sacrum eius tumulum erecta est. Ego circa idem tempus ibi fuiet non recordor me in tota vita mea tantum simul vidisse populum,quantum in oppido Marburg et circa illud tunc temporis aspexi. Vixaliquis in ecclesiam sine magno labore intrare vel exire potuit 3 ). Non 15multo post magister Cunradus a quibusdam, quos ipse de heresi
!) Die auf Veranlassung von Konrad von Marburg niedergeschrie-benen Wunder sind gedruckt bei Huyskens, Quellenstudien S. 161 ff.(vgl. eb. S. 263 ff.). Wunder aus den Kirchenprovinzen Bremen undMagdeburg sind darin nicht verzeichnet. Es liegt daher keine Ver-anlassung vor, anzunehmen, daß Caesarius diesen Wunderbericht vorsich gehabt hat, vielmehr beruhen seine Angaben wohl auf mündlichenMitteilungen, die ihm in Marburg, wo er sich zurzeit der Niederschriftder Wunderberichte Anfang 1233 aufhielt, leicht zugänglich waren.
2 > Vgl. Vita Engelberti III, 63 (oben S. 320,9).
•) Aus der lebendigen Schilderung des Caesarius über die großenVolksscharen, die zur Zeit der Aufnahme der Wunderberichte im Januarund Februar 1233, als auch Caesarius selbst in Marburg weilte, dortversammelt waren und sich an der engen Kirchenpforte drängten, istbesonders die Angabe über den Bau einer steinernen Kirche über demGrabe der Heiligen hervorzuheben. Wie ich an anderer Stelle nachge-wiesen habe (Huyskens, Der Hospitalbau der hl. Elisabeth und die ersteWallfahrtskirche zu Marburg, in der Zeitschrift des Vereins für hessi-sche Geschichte und Landeskunde 43, 1909, S. 134 ff.) handelt es sichbei der von Caesarius genannten Kirche nicht um die Elisabethkirche,sondern um eine 1232 von Konrad von Marburg an Stelle der hölzernenHospitalkapelle erbaute größere, steinerne Wallfahrts- und Kollegiat-kirche. Später trat an ihre Stelle die Elisabethkirche, zu der, wie nochzu erwähnen sein wird, am 14. August 1236 der Grundstein gelegt wurde.Am 4. November 1249 erhielt der Erzbischof von Mainz von PapstInnocenz IV. den Auftrag, die Gebeine der hl. Elisabeth aus jenerFranziskuskirche in die Elisabethkirche zu übertragen (A. Wyss, a. a. O. I,Nr. 95). In dieser Kirche wurden auch Konrad von Marburg und seinGehilfe Gerhard bestattet (Braun a. a. O. S. 349), der diese Kirche nichtgenügend von der vorhergehenden Hospitalkapelle unterscheidet. Dielokalgeschichtliche und die kunstgeschichtlidhe Forschung hat sich meineUntersuchungen über diese Kirche zu eigen gemacht (vgl. F. Küch, ZurGeschichte der Reliquien der Heiligen Elisabeth, Zeitschrift für Kir-chengeschichte 45, 1927, S. 198 ff.; W. Meyer-Barkhausen, Die Elisabeth-kirche in Marburg, Marburg 1925, S. 56, mit dem Grundriß auf S- 3;R. Hamann und K. Wilhelm-Kästner, Die Elisabethkirche zu Marburgund ihre künstlerische Nachfolge II, Marburg 1929, S. 84 f.).