sende Menschenhaufen sich in Staaten vereinigten. Andiesem Platze der Erde wurde dieses Bediirfnifs gefühlt,und ihm abgeholfen, an einem andern dasselbe gefühlt,lind ihm abgeholfen, ohne dafs die erstem von denzweiten, noch die zweiien von den erstem wülsten.Auf dieä,e Weise würden auf der Erde mehrere Staatenentstehen.
Es ist ein Beweifs, dafs der Staat nicht eine will*kührliche Erfindung, sondern durch die Natur undVernunft geboten sey, wenn an allen Orten, wo Men-schen eine Zeit lang bei einander leben, und ein wenigsich bilden, sie einen Staat errichten, ohne zu wissen,dafs bei andern ausser ihrem Umkreise dasselbe ge-schieht, oder geschehen ist.
Da die Oberfläche der Erde zerschnitten ist,durch Meere, Flüsse, Gebirge, und durch sie dieMenschen getrennt, so ward es auch dadurch nothwen-dig, dafs verschiedene Staaten entstunden.
§• 3 .
Die Menschen in diesen verschiedenen Staaten■wissen nichts von einander, sie stehen sonach in garkeinem eigentlichen Rechtsverhältnisse; da, nach obi-gem, die Möglichkeit alles Rechtsverhältnisses bedingtist durch wirklichen gegenseitigen Einflufs mit Be-wufstseyn. .
§■ 4 -
Zwei Bürger aus diesen verschiedenen unabhän-gig von einander gebildeten Staaten, treffen auf einan-der. Ieder wird von dem andern die Garantie seinerSicherheit neben ihm fddern, zufolge seines nach-
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