Druckschrift 
2 (1797)
Entstehung
Seite
40
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40 5 - B. V. d, Regier, der des. teutsch. Staaten, überh.

Beschwerden vor, exhielien dann gegen Urbrrnrhmung dervom Fürsten gemachten Schulden schriftliche Versicherungenihrer Rechte und Frcyheitsn, und hatten nun Beweismittel,Venen wenigstens die Einreden der Gewalt und der Furchtnicht füglich wehr entgegen gesetzt werden konnten.

Mehrencheils waren sie so vorsichtig, nur dis Bezah-lung der angegebenen Schulden zu fthernehmen, oder demFürsten zwar wohl eine gewisse Summe zuzubilligen, aberdie Erhebung derselben sich selbst vorzubehalten. Kamnun der Fürst von neuen in Roth, so mußte ex abermalszu seiner getreuen Landschaft seine Zuflucht nehmen,Landtag berufen, eine harte Prüfung seiner und seiner Ra-che Handlungen erdulden, und neue Versicherungen geben.

So sind Laudtagsabschiede, Landescompactaten, Ne-cesse, Nsvcrsalen und Freyheitan *) entstanden, die alsowahre Verträge **) über die gegenseitigen Rechte und

) Ju den österreichischen Niederlanden die bekannte joyeus?-"kr^e, und im Lüttichschcn der ksix (lschex.

^) Der al teste bis jetzt bekannt gewordene Vertrag dieserArt, ist der Friede zu Fex im Lüttichschen vom I. izr6.Erstaunen muß man übrigens, wenn in unfern Tagen hin undwieder laut- behauptet wurde, ein Regent, dessen Hauptpflichtse>), dqs Beste des Staats zu befördern, könne sich durch Ver-trage die Hände nicht binden lassen; er ftp berechtiget,, demVertrage grade entgegen zu Handelns), sobald es ihm scheißne, daß dessen Beobachtung dem Wohl des Ganzen »achthei-lig ftp, Was waren aber alsdann Vertrage? Was wäre ein

a) Mail tadelt, wie ich glaube, mit Recht, die Lehren desHerrn Fichte von der Verbindlichkeit der Vertrage; aber sinddenn diese Lehren neu? Haben denn nicht schon lange mancheMonarchen und Fürsten den Grundsätzen des Hrn. Fichte gemäßgehandelt? 'Fast möchte man auf den Gedanken kommen,dgß F. fti'tt'Grundjatze qus manchen Regentenhandlungcn ab-strahirt hatte.

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