Druckschrift 
2 (1797)
Entstehung
Seite
36
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^6 x.B. V. d. Regier, der bes. teutsch. Staaten überh. ,

der einzelnen teutschen Staaten mehr, und zwar nachder bereits angesangenen glücklichen Spittlerischen Ma-nier, bearbeitet seyn wird, so wird sich gewiß dies Verzeich-nt noch sehr vermehren lassen.

Der Zweck aller dieser Unionen war, die Landes-freyheiken Mit vereinigten Kräften aufrecht zu erhallen.Nun konnte der Fürst seinen Standen nichts mehr abge-winnen, denn wie hätte er das Ganze zwingen können.Hier und da suchte er wohl beym Kaiser, ja sogar beymPabst die Cassation der Vereinigung zu bewirken, wiedenn wirklich int Jahr 1457. die Trier sche vom Pabstund Kaiser cassirt wurde, allein der dadurch entstandeneGemeingsist konnte doch nicht cassirt werden. Was denLandständen noch von Rechten geblieben war, Mußte derFürst ihnen jetzt lassen, ja cs fand sich-auch wohl, wennman aufmerksam war und Gelegenheiten zu benutzen wußte,ein günstiger Zeitpunkt, bereits halb verjährte Rechte wie-der geltend zu machen.

- War etwa der Fürst in einer Fehde gefangen, soranzionirte man ihn zwar, aber ließ sich nun auch verspre-chen, daß er dem alten Herkommen zuwider nicht mehr han-deln, daß er dies oder jenes künftig nicht mehr, ohne mit dengetreuen Ständen darüber Rath zu pflegen, thun wolle.Waren die Kammcrgüter des Fürsten verschuldet undverpfändet, so lößrs man sie zwar wohl wieder ein, aberman sorgte auch dabei) für die Erhaltung der bisherigenRechte. Eine noch erwünschtere Gelegenheit boten Suc,cessionsstreitigkei ten, die nach damaliger Sitte mitdem Degen in der Faust ausgemacht wurden, dar. Einfeder Competent bewarb sich um die Gunst der Landstände«nd wie konnte er dies anders, als durch Versprechungen?