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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Viertes Kapitel: Anfangsgründe der Musikästhetik.

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sonders zwanglos, und zugleich unmittelbar, zu C über- bezw.zurückzuleiten. Sie heifsen darum dieLeittöne zu C.

Endlich stehen die H und D zu einander im gleichen Ver-hältnis 5:6, wie E und G. Und dies besagt auch hier, dafsdas Zusammentreffen dieser Töne mit besonderer Kraft auf denTon hindrängt, zu dem sie beide ihrer Natur nach hinführenkönnen. Und dieser Ton ist wiederum einerseits mittelbar,durch G hindurch, andererseits, vermöge jener Nachbarschaftan C, unmittelbar, der Ton C.

Aus allen diesen Momenten nun ist verständlich, wie Gdazu gelangen kann, seinen Herrschaftsanspruch, nachdem der-selbe aktuell geworden ist, alsbald an C abzutreten.

Antagonismus der Tonika und der Quart.

Indessen typisch ist, wie gesagt, in der Melodie von derhier vorausgesetzten Art vor allem der Antagonismus zwischenC einerseits, und seiner Quart, also F, andererseits. Der Herr-schaftsanspruch des F ist ein entschiedenerer und bedarf darumentschiedenerer Mittel der Überwindung. Obgleich dieselben ent-schiedener sind, so sind sie doch den soeben bezeichnetenMitteln der Überwindung des Herrschaftsanspruches des G, der,,oberen Dominant, gleichartig. Aber ich gehe in diesemFalle, der besonderen Wichtigkeit halber, auf den Sachverhaltspezieller ein. Damit wird zugleich das soeben Gesagtedeutlicher.

Solange der Gegensatz des C und F ungeschlichtet be-stehen bleibt, kann eine einheitliche Melodie aus den sämt-lichen Tönen der Leiter nicht zustande kommen: Die Melodieerscheint vermöge desselben zunächst zweigeteilt. Sie schwebtzwischen den beiden Fundamenten, Basen, Ziel- oder Ruhe-punkten: C und F.

Umgekehrt, soll trotz dieses Antagonismus eine einheitlicheMelodie zustande kommen, so mufs derselbe überwunden werden.Es mufs der Widerstreit des Hinstrebens der Melodie einerseitsnach der Basis C und andererseits nach der Basis F gelöstwerden.